axelscher.wordpress.com (3/2009)
Blues Will Eat 2009
NÜRNBERG - Am vergangenen Samstag habe ich - wie fast jedes Jahr - das Nürnberger Blues-Festival Blues Will Eat besucht. Neben den üblichen Verdächtigen, wie der Gallagher-Erinnerungsband Remember Rory oder Pearl, dem Langzeitexperiment im Dauerbeweinen der viel zu früh verstorbenen Janis Joplin und natürlich vielen bekannten Gesichtern auf und vor den insgesamt drei K4-Bühnen aus dem Umfeld von Vischers Blues Jam, gab es auch zahlreich Neues, Gutes und Sehr Gutes zu entdecken.
Mein persönliches Highlight allerdings fand im Hinterzimmer des K4 statt. Eine Band, die mir auf der Demo-CD des Festivals durch schöne melodische Countrybluesklänge aufgefallen war: das Dennis Schütze Trio. Bass, Western- und E-Gitarre, sowie Gesang, mehr braucht es nicht, um gute Musik zu machen. Dennis Schütze hat eine wunderbare Stimme, spielt selbst die akustischen Gitarre und wird kongenial begleitet von Jochen Volpert an der E-Gitarre und Tommi Tucker am Kontrabass. Die Lieder sind fast alle selbst komponiert, hervorragend arrangiert und wenn die Jungs in der Zugabe auf Hey Joe von Jimi Hendrix zurückgreifen, bekommt man eine herrliche Ballade zu hören, die vielleicht auch als kleine Reminiszenz an Joe Strummer verstanden sein könnte, denn Jochen Volkert spielt eine Joe-Strummer-Signature-Telecaster, die auch jenseits von London Calling einen herrlichen Ton abgibt.
Nette Geschichte am Rande: Die junge Frau, die mir einen Platz freigehalten hatte, als ich mir ein Bier geholt habe und so freundlich war, mir einige Bilder vom Gig zu schicken, war offensichtlich die Freundin von Bassist Tommi Tucker. Danke noch einmal an dieser Stelle und dem Dennis Schütz Trio weiterhin viel Erfolg. Ich freue mich schon aufs Bardentreffen im Sommer. Dort sind die drei wieder zu hören. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich das nicht entgehen lassen.
Alles in Allem war Blues Will Eat 2009 wieder ein äußerst gelungenes Festival und es bleibt zu hoffen, dass diese Konzertreihe, in der sehr viel Herzblut und persönliches Engagement der Veranstalter steckt, noch recht lange weiter geht, auch wenn in diesem Jahr nur auf drei, statt wie sonst, auf vier Bühnen gespielt wurde und die Besucherzahl nach meiner Beobachtung etwas zurückgegangen ist. Axel Scherm