Abschluss & Neubeginn (KW17/2017)

Seit mehreren Wochen arbeite ich am Jim-Croce-Tributalbum „Messin’ around with Jim Croce“. Geplant war die erste LP-Seite seines starken Debuts „Don’t mess around with Jim“ als Neu-Interpretation einzuspielen. Vorproduktion, Schlagzeug und E-Bass wurden schon in einzelnen Arbeitsphasen bis ca. Februar eingespielt. Gesang, Leadgitarre und zusätzliche Instrumente haben mich noch eine Weile beschäftigt, aber in dieser Woche konnten die Aufnahmen inkl. Backinggesang (von Mandy Stöhr) abgeschlossen werden. Die ausgewählten Einzelspuren wurden im Verlauf der Woche an Jan Hees nach Bretten zum Mix übertragen. Wir werden einige Charakteristika des Originalmixes aus den frühen 19070ern übernehmen, z.B. hartes L/R-Stereopanorama für die Lead- & Begleitgitarre, andere werden bewusst vermieden, z.B. Bandrauschen (!) und Hallräume (Plates?). Dürfte eine angenehme Mixphase werden, denn wir haben großartige Songs, durchdachte, schlanke Arrangements, sorgfältige Aufnahmen und keinen Budget- oder Zeitdruck, also insgesamt nahezu ideale Bedingungen. Weiterlesen

Video: Invention 4 (BWV 775) von J.S. Bach

Endlich gibt es mal wieder ein neues Video in der Besetzung Ukulele und Gitarre mit dem Würzburger Ukulele-Virtuosen Roland Völker. Vor einigen Jahren haben wir bereits Invention 1 (BWV 772) und Invention 13 (BWV 784) von Johann Sebastian Bach transkribiert und in der Trinitatiskirche in Rottendorf bei Würzburg aufgenommen.

Nach einer langen Arbeitsphase reichen wir nun die Invention 4 (BWV 775) nach. Sie war durch diverse Triller und einen anspruchsvollen Fingersatz auf der Uke etwas aufwändiger als anfangs gedacht. Wie immer freuen wir uns über Feedback und Kommentare.

Album: „Bounce Back“ von Chantal Acda

Chantal Acda ist eine belgische Singer/Songwriterin. Jahrelang sang und spielte sie sich durch diverse, kurzlebige Bandformationen, bevor sie mit „Let your hands be by guide“ (2013) ihr Debutalbum unter eigenem Namen vorlegte. Im April erschien nun der Nachfolger „Bounce Back“ (2017), wiederum auf dem deutschen Indie-Label Glitterhouse aus Beverungen. Weiterlesen

Truck Stop: Tourauftakt in der Posthalle, Würzburg

Mein Vater ist ein Mann mit liberalen Überzeugungen. Er hat mich ermutigt die Welt zu erkunden und mich im Wesentlichen vor drei Dingen gewarnt: Den Verzehr von Meeresfrüchten, der Springer-Presse und deutschsprachiger Countrymusik. Vermutlich hatte ich deswegen ein mulmiges Gefühl als ich zusagte ein Konzert der legendären deutschen Countryband Truck Stop zu besuchen und einen Bericht darüber zu verfassen.

Die Band formierte sich bereits 1973 in Seevetal-Maschen (Landkreis Harburg) „gleich bei der Autobahn“ und feierte ihre größten Erfolge Ende der 1970er mit Titeln wie „Ich möcht so gern Dave Dudley hör’n“ (1978), „Take it easy altes Haus“ (1979) und „Der wilde, wilde Westen“ (1980). Im unterfränkischen Würzburg, also weitab der geistigen und postalischen Heimat der Band, startete die als Clubtour angekündigte Konzerttournee durch Deutschland. Das aktuelle Album „Made in Germany“ (2017) war nur wenige Wochen zuvor erschienen.

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Noten: „Easy Concert Pieces“ von Peter Ansorge & Bruno Szordikowski

Die Reihe „Easy Concert“ erscheint für verschiedene klassische Instrumente bei Schott. Für klassische Gitarre erschienen insgesamt drei Hefte, zuletzt Band 3 (Dez 2016), alle jeweils mit Audio-CD (eingespielt von Martin Hegel). Die beiden Herausgeber haben laut eigener Aussage „wirkungsvolle Vortragsstücke“ aus „5 Jahrhunderten Gitarren- und Lautengeschichte von John Dowland bis Francis Poulenc“ zusammengestellt. Sie sollen als „Ergänzung zu Gitarrenlehrwerken und als Kompendium für Konzerte und Wettbewerbe“ dienen. Weiterlesen

Lent & some guilty pleasures (KW10-15 2017)

Die 40-tägige Fastenzeit habe ich als Nicht-Christ wie jedes Jahr zur Besinnung genutzt. Ich habe komplett auf Alkohol verzichtet, wenig Fleisch und Süßes gegessen und habe mich regelmäßig bewegt (Rad, Laufen, Spaziergänge). Von Mo-Fr habe ich einen neuen Arbeitsplan verfolgt: Schreiben für den Blog ab 8:00, danach Schüler oder Üben am Instrument, kleines Mittagessen, Zeitung lesen, Bewegungseinheit, Aufnahmen oder Unterricht bis zum späten Nachmittag. Lief gut, werde ich wohl bis auf weiteres beibehalten. Einige sündige Aktivitäten habe ich in den letzten Wochen ebenfalls mit großem Arbeitseifer ausgeübt. Weiterlesen

Video: „Bad“ von Sandra Buchner

“Bad” ist das erste Musikvideo zum soeben erschienenen Minialbum „Sandra Buchner sings Michael Jackson“. Der Song erschien ursprünglich als Titeltrack des gleichnamigen Albums (1987) des King of Pop und wurde auch von ihm geschrieben.

Wir haben unsere Version in schlanker Jazzcombobesetzung mit Gesang, Gitarre, Kontrabass und Fingersnaps eingespielt. Der Dreh fand statt an einem sonnigen, aber eiskalten Februarvormittag im Theater am Neunerplatz in Würzburg. Kamera: Camilo Goitia & Dennis Schütze. Die Musik für diesen Track wurde produziert von Dennis Schütze, Mix & Master von Jan Hees, Videoedit und Schnitt von Jens-Uwe Otte von Ape Demie Movie. In den nächsten Wochen wird noch ein Video zu einem weiteren Song des Albums folgen. Wie immer freuen wir uns über Feedback und Kommentare!

 

 

Buch: „Die grosse Aufstiegslüge“ von Suat Yilmaz

Suat Yilmaz ist türkischstämmiger Deutscher der zweiten Generation. Er wurde 1978 in der Türkei geboren, nach der Auswanderung seiner Familie nach Deutschland wuchs er im Ruhrgebiet auf, machte Abitur und studierte, nach einem kleinen akademischen Umweg, Sozialwissenschaft. Heute arbeitet er als Talentscout für die Westfälische Hochschule und unterstützt benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene in Schule und Studium. Durch seine persönliche Herkunft und berufliche Tätigkeit hat Yilmaz einen besonderen Einblick in viele Einzelschicksale. Die Erfahrungen seines eigenen Lebenslaufs und viele seiner Beobachtungen hat er nun in dem Buch „Die grosse Aufstiegslüge“ zusammengefasst. Weiterlesen

Königlich: „Max Giesinger und die deutsche Industriemusik“

Passend zur Echoverleihung entlarvt Jan Böhmermann in einem Beitrag von Neo Magazin Royal die deutsche Popschlagerszene als das, was sie ist: Ein Haufen geldgieriger, von Konzernbossen gesteuerter Marionetten, die noch dazu die Frechheit besitzen sich zu Unrecht mit den Insignien ehrenwerter Songpoeten zu schmücken. Q.E.D.