Noten: „Simply Classic Rock Guitar“ von Achim Göres

Achim Göres (*1957) ist E-Gitarrist und Mitbetreiber eine Münchner Musikschule. Laut eigener Aussage ist er einer der „gefragtesten Live- und Studiogitarristen“ und „unterwegs in ganz Deutschland.“ Außerdem ist er „mehrfacher deutscher Meister im Rudern, Slalom-Ass und Kung-Fu-Kämpfer.“ So steht es vollkommen ironiefrei im offiziellen Pressetext. Eventuell züchtet er auch seltene Orchideen, kocht hobbymäßig auf Sterneniveau (Selbsteinschätzung) und ist ein großartiger Liebhaber, aber das ist nur eine Vermutung.
Zusammengefasst jedenfalls ideale Qualifikationen um eine Anleitung zum Erlernen der klassischen Rockgitarre zu verfassen. Weiterlesen

Album: „Prehistoric Rhythm“ von My Baby

My Baby ist ein niederländisch-neuseeländisches Trio und besteht aus der Frontfrau Cato van Dijck (voc), ihrem Bruder Sheik (drums) und Daniel Johnston (guitar). 2013 veröffentlichten sie ihr Debutalbum „Loves Voodoo!“, 2015 erschien der Nachfolger „Shamanaid“ und sie spielten allein in diesem Jahr mehr als 200 Konzerte in Südafrika, Neuseeland, USA, UK und Deutschland.

Im März 2017 erschien mit „Prehistoric Rhythm“ nun bereits das dritte Album der Formation, diesmal bei dem norddeutschen Indielabel Gitterhouse aus Beverungen. Das Label beschreibt die Musik mit den Schlagworten Desert-Rock, Indie (sind wir nicht alle ein bisschen Indie?), Hippie-Rock, Psychodelia und Electronica. Iuoah, kann man so sehen. Das neue Album wurde hauptsächlich auf einer 4-Track Bandmaschine von Ampex aus den Fünfziger Jahren aufgenommen: „We wanted it to sound old so you feel as though you experience something not linked to the present, but rather like traveling through different eras“, sagt Sheik.

Das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen und hat starke Bezüge zu Trip-Hop und Drums & Bass der 1990er, allerdings frischer und unvorhersagbarer, deswegen passt der Albumtitel ganz gut. Direkt prähistorisch erscheinen die Beats zwar nicht gerade, aber durchaus zeitlos, archaisch und erkennbar analog. Anspieltipp: #7 “Make a Hundred“. Das Album steht zur Verfügung als Stream, Download, CD oder Vinyl.

Tourtermine sind auf der Webseite bedauerlicherweise nicht verzeichnet, obwohl vermutlich eine Tour zur Veröffentlichung des neuen Album ansteht. Hier das Musikvideo zu „Love Dance“, dem dritten Track des Albums.

My own little travel ban: USA – No More (2017)

I was born and raised in West Germany in the 1970s. Due to my father’s musical preference I grew up on American Rock’n’Roll of the 50s and Country & Western of the 60s and 70s. I listened to Hank Williams, Fats Domino, Chuck Berry, Little Richard, Smiley Lewis, Elvis Presley, Chet Atkins, Jerry Reed, and a whole parking lot of Jerry Lee Lewis and listened to it on Vinyl, Cassette and the Armed Forces Network Radio (AFN). There was no way out and I really sucked it in.

When I turned sweet little sixteen I flew over the Atlantic and spent a full year as an exchange student in South Point, Ohio and Tulsa, Oklahoma. Yes, I know, not quite the epicenter of American culture, but I learned a lot about the all American psyche during my time at these places. The next summer I returned to Germany with the capability to speak, read and write fluently in American English and had went through a truckload of experience, some good and some not so good. I also had a drivers licence in my pocket, skater cloth on and a flat top hairstyle, but that grew out over time. Weiterlesen

Buch: „Gebrauchsanweisung für das Leben“ von Andreas Altmann

Andreas Altmann, der deutsche Reisejournalist und Buchautor, widmet sich im vorangeschrittenem Alter philosophischen Betrachtungen über Liebe und Leben. Ging es bei „Frauen. Geschichten.“ (2015) um sein persönliches Verhältnis zum anderen Geschlecht, so greift er bei der aktuellen Veröffentlichung noch etwas höher. „Gebrauchsanweisung für das Leben“ (2017) heißt das Buch aus der etablierten Piper-Reihe für die Altmann vor ein paar Jahren schon mal die „Gebrauchsanweisung für die Welt“ (2012) beigesteuert hatte. Weiterlesen

Noten: „Beatles-Songs & Traditionals“ von Dieter Kreidler

Wenn man in den 1980er oder 1990er Jahren in Deutschland das Spiel der klassischen Gitarre erlernen wollte, waren die Lehrwerke „Gitarrenschule“ (1977) von Dieter Kreidler und „Die neue Gitarrenschule“ (1984) von Heinz Teuchert die Standardunterrichtswerke der meisten Instrumentallehrer. Beide Publikationen wurden später durch weitere Bände und ergänzende Spielhefte erweitert und zeichnen sich aus durch einen – aus heutiger Sicht – sehr trockenen und akademischen Zugang. Wenn man bedenkt, dass die Zielgruppe wohl hauptsächlich aus Kindern und Jugendlichen im Alter von 8-16 Jahren bestand, ist erstaunlich wie humorlos und textlastig Beschreibungen und methodischer Aufbau sind und wie uninspiriert und rückwärtsgewandt die Auswahl der musikalischen Stückchen. Sie bestand, wohl um Lizenzgebühren zu sparen, fast ausnahmslos aus uralten Kinderliedern und internationaler Folklore von anno dunnemal. So wurde vermutlich vielen Gitarristen der Spaß an der klassischer Gitarre schon im Ansatz ausgetrieben. Ein kleiner Lichtblick waren da die Arrangements von Beatles-Songs am Ende des ersten Bandes der Gitarrenschule von Dieter Kreidler (wenn man so lange durchgehalten hatte). Zwischen „Yankee Doodle Dandee“, „Oh, when the Saints“ und „Swing Low“ fanden sich die Arrangements von „Yesterday“ und „Yellow Submarine“, die damals freilich auch schon einige Jahre auf dem Buckel hatten, aber immerhin, es war ein Hinweis darauf, dass sich auf der klassischen Gitarre sehr wohl Bezüge zu halbwegs modernen und/oder popmusikalischen Inhalten herstellen ließ, wenn man denn wollte. Weiterlesen

RIP: Chuck Berry

Chuck Berry, Sänger, Songschreiber und Gitarrist, ist im Alter von 90 Jahren in seinem Haus in St. Charles, Missouri verstorben. Der legendäre Pionier des Early Rock’n’Roll hatte in den späten 1950ern etliche musikalische Hits und beeinflusste damit Musiker und Bands wie The Beatles, The Rolling Stones, Jimi Hendrix, AC/DC und viele andere.

Berry wurde 1926 in St. Louis geboren. Noch während seiner Zeit an der Highschool wurde er wegen kleinkrimineller Delikte verhaftet und verurteilt, verbrachte einige Zeit im Gefängnis und wurde zu seinem 21. Geburtstag entlassen. Er arbeitete als Fabrikarbeiter, machte eine Ausbildung zum Frisör und startete nebenbei seine musikalische Karriere. 1955 unterschrieb er einen Vertrag bei Chess Records in Chicago und hatte mit „Maybellene“ einen ersten Hit, dem viele weitere folgen sollten.

Seine wichtigsten Alben sind: „After School Sessions“ (1957), „One Dozen Berrys“ (1958), „Chuck Berry is on Top“ (1959). Wer mehr über ihn erfahren will, sollte seine Autobiographie (1988) lesen und sich die Konzertdokumentation „Hail! Hail! Rock’n’Roll“ (Taylor Hackford, 1987) ansehen.

Hier ein schöner Konzertmitschnitt aus dem Jahr 1972 (BBC).

Ach ja, eine gute Neuigkeit gibt’s auch noch: Bereits Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass Chuck Berry u.a. mit zwei seiner Kinder nach 38 Jahren sein erstes (und letztes) Studioalbum seit „Rock It“ (1979) eingespielt hat. Die Songs „[are] covering the spectrum from hard-driving rockers to soulful thought-provoking time capsules of a life’s work“. Berry hat die Aufnahmen vor seinem Tod seiner Ehefrau Themetta gewidmet, mit er 68 Jahre verheiratet gewesen war. Das Album mit dem Titel „Chuck“ soll demnächst erscheinen.

Foto/Video: „Man in the Mirror“ von Sandra Buchner

Zwei Wochen vor Veröffentlichung des Mini-Albums „Sandra Buchner sings Michael Jackson“ hat die Würzburger Sängerin ein Foto-Collagen-Video zum Albumopeningtrack „Man in the Mirror“ veröffentlicht. Zwei weitere Musikvideos mit bewegten Bildern wurden bereits abgedreht und erscheinen im April und Mai. Musikalische Besetzung: Sandra Buchner (voc), Dennis Schütze (git, production), Camilo Goitia (kbass).

„Sandra Buchner sings Michael Jackson“ erscheint am Fr, 31.03.2017 auf allen gängigen Download uns Streamingportalen und ist ab sofort vorbestellbar.

Zweite Hand zu verkaufen (2017)

Über die Jahre habe ich mir einige Instrumente und Zubehör zugelegt, die selten oder nie zum Einsatz kommen. Bei Interesse melden unter 0931/416188 oder mailen unter sale[at]musikstudenten.de. Maile gerne Fotos und/oder genaue Beschreibung.

Instrumente (Fotos auf Anfrage)
Gibson Tal Farlow amberburst (1998) im Original-Koffer, sehr gut erhalten: 3800 Euro
Guild X-160 Jazz/Rockabilly Gitarre (orange) mit Bigsby im Original-Koffer, sehr gut erhalten: 1800 Euro
Guild X-500T Jazz/Rockabilly Gitarre (orange) 2x P90 (Dogear) & Bigsby im Original-Koffer, sehr gut erhalten: 2600 Euro
Martin D-28 mit Shadow Tonabnehmer und Original-Koffer, sehr gut erhalten: 2200 Euro
Ukulele Brüko No. 5 (Sopran) Korpus Mahagoni / Hals Ahorn mit Tasche, wie neu: 80 Euro

Zubehör:
Alesis QuadraVerb klassisches Multieffektgerät mit original Netzteil, wie neu: 100 Euro
sE Electronics Mikrofon sE4400a im Originalkoffer mit Spinne, sehr gut erhalten: 400 Euro
Ernie Ball Volume Pedal, wenig gebraucht: 70 Euro
Fender Hot Rod Deluxe (black) mit Schutzhaube, sehr guter Zustand: 600 Euro
Vox AC 30 klassischer Vollröhrenverstärker, sehr guter Zustand: 700 Euro

Literatur/Medien:
Lied und populäre Kultur / Song and Popular Culture
Jahrbuch des Deuschen Volksliedarchivs, 49. Jahrgang (2004), 20 Euro
Who’s Who in Rock & Roll Ed. by John Tobler, 15 Euro
The Virgin Encyclopedia of Rock 15 Euro
Rock & Roll…and the beat goes on C. B. Morrow with Rich Maloof, wie neu 15 Euro
That’s Jazz. Der Sound des 20. Jahrhunderts. Zweitausendeins, wie neu 20 Euro

Noch viel mehr CDs, Bücher, Noten usw. findet ihr auf meinem Amazon-Shop unter:
www.amazon.de/shops/info7449

 

Buch: „Jazz-Standards“ von Hans-Jürgen Schaal (Hg.)

Das Lexikon „Jazz-Standards“, herausgegeben von dem deutschen Jazz-Journalisten Hans-Jürgen Schaal, erschien erstmals 2001 und wurde seitdem alle paar Jahre wiederaufgelegt. 2015 wurde die mittlerweile 6. unüberarbeitete (!) und nicht erweiterte (!) Auflage veröffentlicht und das sagt viel über den Zustand des Jazz und seiner Geschichtsschreibung aus. Denn kann es sein, dass sich der Kanon der angeblichen Jazz-Standards seit der Jahrtausendwende kein bisschen verändert hat? Ist nichts davon weniger bedeutend geworden, hat sich keine Interpretation gewandelt und vor allem: Ist wirklich nichts Neues dazu gekommen? Hier gewinnt man jedenfalls den Eindruck Jazz ist spätestens seit Ende der 1980er Jahre ein abgeschlossenes, akademisches Untersuchungsfeld, in dem alle, wirklich wichtigen Fragen endgültig beantwortet sind. Weiterlesen

Noten: „The Entertainer“ von Hans-Günter Heumann (Hg.)

Hans-Günter Heumann hat für „The Entertainer“ 100 unterhaltsame Klavierstücke von Klassik bis Pop zusammengestellt und arrangiert. Unterteilt wurden sie in die Kapitel: Popular Highlights (Jazz, Pop, Musical, Evergreens), Classical Highlights (Barock, Klassik, Romantik) und Song Highlights (Blues, Gospel, Folk). Damit ist eine breitgefächerte und äußerst ansprechende Auswahl gelungen, genreübergreifend wurden hier viele zeitlose Melodien versammelt und spielbar aufbereitet. Der Schwierigkeitsgrad ist mit „leicht“ angegeben, teilweise liegt er ein klein wenig drüber, auf den ersten Blick wurde aber, gemessen an den zum Teil komplexen und spieltechnischen anspruchsvollen Vorlagen, merklich reduziert und auf das wesentliche eingedampft. So werden die Stücke für Anfänger machbar und eignen sich wunderbar als Spielstücke ab ca. dem 2. Unterrichtsjahr. Zur Orientierung wurden alle Stücke mit einer Metronomzahl versehen, die freilich als Vorschlag zu verstehen ist. Vortragsbezeichnungen wurden übernommen, es finden sich sparsame, aber kluge Fingersätze, soweit vorhanden wurden auch Liedtexte abgedruckt und das ist besonders schön, weil Beistehende bei Interesse gleich mitsingen können. Das Heft umfasst folgende Werke: Weiterlesen