Noten: „Ukulele. Chords and More“ von Richard Kleinmaier

Mit seinem Nachschlagewerk „Chords and More“ legt Richard Kleinmaier ein weiteres Heft für Ukulele vor. Zuvor erschienen bereits „Weihnachten mit der Ukulele“ (2011), seine „Schule für Ukulele“ (2014) und zuletzt die Stückesammlung „Mit der Ukulele durch das Jahr“ (2017). Kleinmaier hat den Bedarf nach sorgfältig aufgearbeiteter Anleitung und Spielstücken für Ukulele erkannt und bietet mittlerweile eine breite Palette deutschsprachiger Materialien. Da war es dann wohl nur noch eine Frage der Zeit bis er ein weiteres Heft den Themen Akkorden, Kadenzen und Musiktheorie widmen würde.

Die Ukulele wird, ähnlich der Blockflöte, wegen ihrer geringen baulichen Ausmaße gerne mal unterschätzt und belächelt. Gerade der übersichtliche Aufbau, der geringe Tonumfang und die (kinder-)leichte Bespielbarkeit kann man aber genauso gut als Vorteil betrachten. Es können auf dem übersichtlichen Instrument Melodien, Drei- und sogar Vierklänge gespielt und angeschlagen werden.

Für C6-Ukulelespieler, die die allerersten Akkorde schon in den Fingern haben, kommt vielleicht irgendwann der Punkt, an dem sie genauer wissen wollen, was sie da machen oder machen könnten. An diese richtet sich Kleinmaiers neues Heft mit Ringbindung: Es umfasst eine sehr ausführliche Akkordtabelle auf allen Tonstufen inkl. Dur, Moll und vielen möglichen Akkorderweiterungen in Griffsymbolen, Griffschrift und Notation. Darauf folgen Kadenzen in Dur und Moll, erweiterte Kadenzen und Jazz-Turnarounds, die am Ende auch bis zu einem verträglichen Grad ans Eingemachte gehen. Das Buch schließt mit einer knappen Musiktheorie, inkl. Intervalllehre, Quintenzirkel und Transpositionstabelle. Viel weiter hätte man den Bogen dann auch nicht mehr spannen dürfen.

„Chords and More“ ist eine Ergänzung und Erweiterung für bereits erfahrene Akkordstrummer, die in andere harmonische Gefilde jenseits von Folk, Schlager und einfachen Popsongs vordringen wollen. Man darf sich von der theoretischen Aufmachung nicht abschrecken lassen, viele der Kadenzen und Turnarounds sind wohlklingend und musikalisch anregend. Es ist allerdings davon abzuraten das Heft von vorne bis hinten durchzuspielen. Das wäre dann vielleicht doch zu viel des Guten und könnte zu trocken geraten.

Fazit: Akkordtheorie für etwas fortgeschrittene und theorieinteressierte Ukulelespieler. Mal sehen was Kleinmaier als nächstes ausheckt, man darf gespannt sein!

Das Notenheft erscheint bei DUX (D 328) und kostet nicht ganz preisgünstige 21,80 €.

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