Noten: „Asturias“ von Martin Hegel (Hg.)

Der Konzertgitarrist und Gitarrenpädagoge Martin Hegel hat für die Reihe Guitarissimo (Schott) eine Sammlung von 55 Transkriptionen aus fünf Jahrhunderten für klassische Gitarre zusammengestellt, die den Spielniveaus einfach bis anspruchsvoll zuzuordnen sind. In drei Kapiteln werden neun leichte Stücke, vierzig mittelschwere und sechs schwere Vortrags- und Konzertstücke präsentiert. Innerhalb der Kapitel sind sie nach Schwierigkeitsgrad angeordnet.

Zusammengenommen ist es eine gut abgehangene, aber brauchbare Mischung aus vielen bekannten Standards des etablierten Gitarrentranskriptionsrepertoires und einigen frischen Neuentdeckungen. Natürlich ist viel J.K. Mertz, N. Coste und auch A. Segovia zu finden, ein Großteil der Transkriptionen stammt jedoch vom Herausgeber selbst und sie fallen gegenüber den etablierten Meistern in keiner Weise ab. Die Vorlagen für die gelungenen Transkriptionen erstrecken sich von italienischem Barock, über Wiener Klassik, deutscher Romantik, bis hin zu Folklore, Ragtime, Tango und Impressionismus. Insgesamt eine repräsentative bildungsbürgerliche Mischung von Kompositionen bei denen allesamt das Copyright längst abgelaufen ist.

So wie sie ist, ist die Kompilation ein empfehlenswerter Anschluss an jede klassische Gitarrenschule und brauchbar für Gitarrenschüler, die bereits die ersten 3-4 Jahre Unterricht hinter sich haben und eine Transkriptionssammlung mit (ein-)gängigem Repertoire der klassisch/romantischen Epoche anschaffen wollen.

Wie immer bei Martin Hegel sind Auswahl und Anordnung der Kompositionen durchdacht, die Fingersätze einwandfrei und das Notenbild gut lesbar. Das Heft erscheint bei Schott und kostet 22 €.

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