“Einfluss” von Konstruktionskomponenten auf den Klang einer E-Gitarre

Gastbeitrag von Sven Proppert

Vor einer halben Ewigkeit (etwa 5 Jahre) erzählte mir ein Freund (Akustiker bei einem großen Autohersteller), er habe mal in einem Vortrag über den Einfluss von Holz bei E-Gitarren gehört, dass das mal jemand im Labor gemessen habe und herauskam, dass es quasi keinen Einfluss gäbe. Viel entscheidender seien andere Dinge, wie die Spieltechnik (insbesondere der linken Hand), die Haltung der Gitarre (Brust à la George Harrison, Bauch, oder auf dem Bein/Knie (Slash, Scorpions) – um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen) und im Zweifel, wie viel Resonanzkörper der (Bier-) Bauch des/der Gitarristen/-in liefert. Hierzu vorab ein Auszug aus (2): „Hat eigentlich schon mal jemand die Bauch-Admittanz eines Heroin-Junkies mit der eines, sagen wir mal, in Ehren gealterten Blues-Blackies verglichen? Nein? Aber das Holz der 61er Strat mit dem der 64er, gell, das schon!“ (Anmerkung: Aufgrund des allgemeinen Schreibstils im Buch, fände ich jegliche Vermutung in Richtung Rassismus abwegig.) Ich fand das beeindruckend, aber irgendwie hat mich die Thematik seitdem beschäftigt, weil ich keinerlei Quellen hatte, und mir das „Bekannte“ viel zu sehr auf Hörensagen beruhte. Weiterlesen

Out now: „Iconic Popsongs of the 1980s in 88bpm“ von Doro T

Ab sofort ist das EP-Album „Iconic Popsongs of the 1980s in 88bpm“ von Doro T bei allen gängigen Download- und Streaminganbietern erhältlich (iTunes, amazon).

Die Studioproduktion entstand als Gesangs- und Klangstudie im Verlauf mehrerer Monate.
Verbindende Elemente des Albums sind das massiv entschleunigte, einheitliche Tempo (88bpm), ungewöhnliche instrumentale Klangfarben von manipulierten Clavichorden, fernöstlichen Pauken und anatolischen Zimbeln und nicht zuletzt die einnehmende Stimme der jungen, charismatischen Sängerin Dorothee Curs.

Die Würzburger Sängerin interpretiert fünf ausgewählte Popklassiker der 1980er Jahre:
01. Self Control
02. Time After Time
03. Sweet Dreams
04. Tainted Love
05. Personal Jesus

Arrangements & Produktion: Dennis Schütze, Mix & Master: Jan Hees

Das Album wird von fünf konzeptuellen Musikvideos begleitet. Bereits veröffentlicht wurde „Self Control“, anlässlich der Albumveröffentlichung „Time after time“. Drei weitere Videos werden alle zwei Wochen bis zum Jahresende folgen. Wir freuen uns über Feedback & Kommentare!

Buch: „6000 Kilometer westwärts“ von Dirk Rohrbach

Dirk Rohrbach ist Reisender, Fotograf und Journalist. Sein Buch „6000 Kilometer westwärts“ über die Durchquerung der USA mit dem Fahrrad innerhalb von drei Monaten ist 2017 in zweiter Auflage als Taschenbuch erschienen. Die erste Auflage wurde noch unter dem Titel „Highway Junkie – Mitten durch Amerika“ im Jahr 2014 bei einem anderen Verlag veröffentlicht. Wann die Tour tatsächlich stattgefunden hat, ist im Buch an keiner Stelle vermerkt und war auch durch eine Recherche nicht herauszufinden.
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Album: „This mess we made“ von Isa Tabasuares

Isa Tabasuares ist eine philippinische Singer/Songwriterin, die seit einigen Jahren in Berlin lebt. Hierher kam sie wegen eines weiterführenden Studiums der Pflegewissenschaften, aber statt fleißig zu studieren, tauchte sie schon bald in die Kunst- und Open-Mic-Szene der deutschen Hauptstadt ein. Mittlerweile ist sie nicht nur als Musikerin, sondern auch als Malerin und Fotografin tätig. Im November 2017 veröffentlichte sie ihr Debutalbum „This mess we made“ mit zehn eigenen Songs Weiterlesen

Buch: „Beste Absichten“ von Thomas Brussig

Thomas Brussig ist ostdeutscher Schriftsteller und Drehbuchautor. Seinen Durchbruch erlebte er mit „Helden wie wir“ (1995), es folgten „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ (1999) und „Wie es leuchtet“ (2004). Seine Romane wurden in 30 Sprachen übersetzt, einige auch erfolgreich verfilmt. Brussig erzählt individuelle Geschichten zu Zeiten der späten DDR und wie sich Mauerfall und Wendezeit auf Lebensläufe auswirkte. Nach „Das gibt’s in keinem Russenfilm“ (2016) legt Brussig mit „Beste Absichten“ im Frühjahr 2017 einen schlanken, lebendigen Roman vor, der sich wiederum mit seinem Lieblingsthema beschäftigt.
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Songbuch: „Das Weihnachts-Ding“ von Andreas Lutz & Bernhard Bitzel (Hg.)

Zur letzten Weihnachtssaison erschien eine Spezialausgabe der Liederbuch-Reihe „Das Ding“ zum Thema Weihnachten, sie umfasst mehr als 200 deutsche und internationale Lieder in zwei verschiedenen Formaten (A5, A4). Wie gewohnt erscheint auch dieser Band in praktischer und stabiler Ringbindung. Das macht das Um- und Rumblättern leichtgängig und schont die Buchseiten. Deckel und Boden sind aus festem Karton und mit Plastikfolie kaschiert, so dass auch in feucht-fröhlichen Runden nicht gleich Flecken kleben bleiben. Weiterlesen

Noten: „Der Lichterbaum“ – Weihnachtslieder in verschiedenen Besetzungen

Seit vielen Jahrzehnten erscheint bereits die Heftreihe „Der Lichterbaum“ mit traditionellen Weihnachtsliedern in verschiedenen Besetzungen. Es gibt die kompakte Melodieausgabe für einstimmigen Gesang mit allen Liedstrophen und Akkorden, eine Ausgabe für Gesang und ausnotierter Gitarrenbegleitung und eine empfehlenswerte Stubenmusi-Ausgabe für drei Melodieinstrumente und notierter Gitarrenbegleitung und einer zusätzlichen Transposition für Altflöte. Weiterlesen

Noten: „Weihnachtslieder“ von Elisabeth Pallas

Für Instrumentallehrer gehört der Spätherbst musikalisch gesehen bereits zur Vorweihnachtszeit. Spätestens ab dem Reformationstag/Allerheiligen werden mehr und mehr traditionelle Weihnachtslieder ins Unterrichtsrepertoire gemischt damit sie zum Adventskonzert, spätestens aber zum Weihnachtsabend im Kreise der Familie vorspielreif sind. Für Klavier gibt es eine reichhaltige Auswahl von Arrangements für verschiedene Spielniveaus. Sucht man allerdings Literatur für absolute Anfänger wird es übersichtlich. Besonders gut gelungen ist die Sammlung mit dem schlichten Titel “Weihnachtslieder für Klavieranfänger“ von Elisabeth Pallas, das schon seit etlichen Jahren auf dem Markt ist. Weiterlesen

Foto: “Das Weinlaub wird schon rot…”

Das Weinlaub wird schon rot.
Dahinter steht der Tod.
Er tupft mit seinem Finger sacht,
da sinkt herab die bunte Pracht.
Sie fällt vor meinen Schritt.
Bald muss ich selber mit.

So heißt es in einem Text von Hermann Claudius, der von Erhard Nowak in moderne Musik für gemischten Chor gesetzt wurde. Bei meinem heutigen Spaziergang durch die Weinhänge am Würzburger Stein war das Weinlaub zwar nicht rot, sondern gelblich, aber zusammen mit dem wolkenverhangenen Himmel, dem schneidenden Wind und den trüben Pfützen entlang des bräunlich-vermatschten Weges machte sich eine ähnlich morbide Stimmung wie im Liedtext bei mir breit. Ein farbenfrohes Grafitto an einer Mauer ließ das Umfeld nur noch trister im herbstlichen Grau versinken. Hier einige Fotos als Beleg.

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Buch: „Vintage“ von Grégoire Hervier

Grégoire Hervier ist französischer Schriftsteller. Bisher veröffentlichte er die Romane „Scream Test“ (2006) und „Zen City“ (2009). Mit einigem zeitlichen Abstand folgte nun „Vintage“ (2016), der im August 2017 in deutscher Übersetzung bei Diogenes erschien. Der neue Roman ist eine Mischung aus unterhaltsamem Krimi, instrumental-historischer Abhandlung und musikalischer Spurensuche. Hervier verwebt dabei geschickt tatsächlich belegte und frei erfundene popkulturelle Begebenheiten zu einer stringenten und spannenden Kriminalerzählung. Weiterlesen