Buch: „Mit dem Schulbus in die Wildnis“ von Heike Praschel

Von 2010-2012 war Heike Praschel bereits mit ihrer Familie (Ehemann, zwei Töchter) mit einem umgebauten Mercedeslaster quer durch Europa, halb Asien und in Nordamerika auf Reisen und hat darüber ausführlich in der Reisechronik „Weltenbummler“ (2014) berichtet. Von Juni 2016 bis Juni 2017 gab es nun eine Fortsetzung entlang der Westküste Amerikas zuerst Richtung Norden durch Kanada bis Alaska und von dort aus zurück Richtung Süden bis Mexiko. Die Erlebnisse wurden abermals in tagebuchartigen Einträgen festgehalten und erscheinen unter dem Titel „Mit dem Schulbus in die Wildnis“ (2018).

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Noten: „Play it again Book 1&2“ von Melanie Spanswick

 

 

 

 

 

 

 

Die britische Pianistin und Instrumentallehrerin Melanie Spanswick hat eine zweibändige Stückesammlung speziell für Wiedereinsteiger am Klavier verfasst. Band 1 umfasst vier Spielniveaus von Elementary bis Intermediate (Grad 1-5 von 8), Band 2 umfasst Late Intermediate bis Advanced (Grad 5-8). „Play it again“ ist aber bei weitem nicht nur eine bloße Stückesammlung. Spanswick stellt jeder der Kompositionen eine ausführliche Einleitung mit technischen Übungen (Tonleiter, Akkordzerlegung), technischen Tipps und Interpretationsempfehlungen voraus. Das ist überhaupt nicht trocken, sondern informativ und hilfreich um den folgenden Übeprozess zu fokussieren. Die Stückeauswahl ist gelungen, reicht von Barockmusik über Klassik und Romantik bis zu Moderne, Rag und Jazz/Pop/Rock. Für ehemalige Klavierschüler sind vielleicht einige alte Bekannte dabei, im Ganzen ist die Zusammenstellung vielseitig, frisch und inspirierend und dabei fein aufeinander abgestimmt.

Fazit: Ein ideales Buch für erwachsene Wiedereinsteiger und kann auch ohne Lehrer funktionieren, weil alles so schön anschaulich erläutert ist. Das Buch erscheint momentan nur in englischer Sprache, ist aber gut verständlich formuliert. Neben dem Klavierspiel frischt man auf diese Weise ganz nebenbei auch noch seine Englischkenntnisse auf!

Jedes Buch umfasst 28 ausführlich kommentierte Kleinkompositionen und kostet gut investierte 19,50 €. Weiterlesen

Buch: „Gebrauchsanweisung für das Jenseits“ von Bruno Jonas

Anfangs war die Reihe „Gebrauchsanweisung für …“ des Piper Verlags auf Städte und Regionen ausgerichtet, dazu kamen Länder und Kontinente bis man sich vor ein paar Jahren auch abstrakten Gebilden widmete: Internet, Welt oder gar das Leben. Jetzt wurde der bayerische Kabarettist Bruno Jonas damit beauftragt den Leser im Gebrauch des Jenseits zu unterweisen. Weiterlesen

Buch: „Die Beatles Story“ von John Pring & Rob Thomas

John Pring und Rob Thomas sind Jugendfreunde, stammen aus dem englischen Brighton und arbeiten als Designer. Noch dazu sind sie große Beatles-Fans und was liegt da näher als die Geschichte ihrer Lieblingsband in Infographiken darzustellen. Im Englischen erschien das Ergebnis: „Visualizing the Beatles. A Complete Graphic History of the World’s Favorite Band“. Nur ein paar Monate später erscheint nun die deutsche Übersetzung unter dem wenig spezifischen Titel „Die Beatles Story. Bandgeschichte, Alben, Hintergründe“, der ausgerechnet das Alleinstellungsmerkmal (graphische Darstellung) unbenannt lässt und somit etwas unvorteilhaft erscheint. Weiterlesen

Noten: „Saitenwege nach Südamerika 1&2“ von Michael Langer

 

 

 

 

 

 

 

Michael Langer ist vielseitiger Gitarrist, renommierter Instrumentallehrer und ein emsiger Herausgeber und Arrangeur diverser Notenausgaben. Bei Edition DUX erscheinen regelmäßig Gitarrenschulen, Spielanleitungen und Stückekompilationen. Weiterlesen

Buch: „Vom Aufhören“ von Fredrik Sjöberg

Fredrik Sjöberghat hat Biologie und Geologie studiert, arbeitet aber inzwischen hauptsächlich als Übersetzer, freier Journalist und Schriftsteller. In Fachkreisen bekannt für seine Schwebfliegensammlung, beschäftigt er sich in seinen letzten Buchpublikationen mit dem Umgang mit exotischen Interessen und deren Auswirkungen auf individuelle Lebenswege. Nach „Der Rosinenkönig. Von der bedingungslosen Hingabe an seltsame Passionen“ (2011) und „Die Kunst zu fliehen. Vom Nutzen des Scheiterns und dem Vergnügen der Abschweifung“ (2012) erscheint nun sein neustes Werk, das vorerst eine Trilogie vervollständigt: „Vom Aufhören. Über die Flüchtigkeit des Ruhms und den Umgang mit dem Scheitern“. Weiterlesen

Buch: „Sommerhaus am See“ von Thomas Harding

Nach „Hanns und Rudolf“ (2013) und „Kadian Journal“ (2014) hat der englische Autor Thomas Harding in seinem neuesten Buch ein weiteres Mal die eigene Familiengeschichte aus einem besonderen Blickwinkel aufgearbeitet. In „Sommerhaus am See“ geht es um ein Ferienhaus am Groß Glienicker See bei Berlin, das sein deutsch-jüdischer Urgroßvater Alfred Alexander in den 1920er Jahren errichten ließ und mit Frau und Kinder an Wochenenden und sommers bewohnten. Das Buch behandelt die weiteren Geschehnisse im und um das Haus herum, erzählt die Geschichte von fünf Familien und erstreckt sich über fast einhundert Jahre deutscher Geschichte von Weimarer Republik, über Nazizeit, Weltkrieg, Nachkriegszeit, DDR bis zu Mauerfall, Wiederaufbau und Berliner Republik. Die Besitzer und Bewohner des idyllischen Sommerhauses durchleben gesellschaftlichen Aufstieg, Verfolgung und Enteignung, Krieg, Flucht und Auswanderung, Unterdrückung, Schikane und Verzweiflung. Weiterlesen

Noten: „Ukulele. Chords and More“ von Richard Kleinmaier

Mit seinem Nachschlagewerk „Chords and More“ legt Richard Kleinmaier ein weiteres Heft für Ukulele vor. Zuvor erschienen bereits „Weihnachten mit der Ukulele“ (2011), seine „Schule für Ukulele“ (2014) und zuletzt die Stückesammlung „Mit der Ukulele durch das Jahr“ (2017). Kleinmaier hat den Bedarf nach sorgfältig aufgearbeiteter Anleitung und Spielstücken für Ukulele erkannt und bietet mittlerweile eine breite Palette deutschsprachiger Materialien. Da war es dann wohl nur noch eine Frage der Zeit bis er ein weiteres Heft den Themen Akkorden, Kadenzen und Musiktheorie widmen würde. Weiterlesen

Buch: „Der Reisende“ von Ulrich Alexander Boschwitz

Ulrich Alexander Boschwitz wurde 1915 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns und einer Lübecker Senatorentochter geboren und erhielt eine streng protestantische Erziehung. Nach seinem Musterungsbefehl emigrierte er 1935 zuerst nach Schweden, weiter nach Norwegen, 1936 nach Frankreich, Luxemburg, Belgien und 1939 nach England. Sein erster Roman „Menschen neben dem Leben“ (1937) erschien unter dem Pseudonym John Grane in schwedischer Sprache, sein zweiter Roman „The man who took trains“ erschien 1939 in englischer Sprache in England, ein Jahr später unter dem Titel „The Fugitive“ in den USA. Boschwitz wurde nach Kriegsausbruch in England als „feindlicher Ausländer“ interniert und 1940 nach Australien verschifft. Dort verfasste er seinen dritten Roman. 1942 wurde das Schiff, auf dem er sich auf der Rückreise nach England befand, von einem deutschen U-Boot torpediert und ging unter. Boschwitz starb im Alter von 27 Jahren, sein letztes Manuskript sank wohl mit ihm. Weiterlesen

Buch: „Abifeier“ von Eric Nil

Niemand weiß wer Eric Nil, der Autor des Büchleins „Abifeier“, ist. Im Klappentext heißt es, es handele sich bei dem Namen um das Pseudonym eines bekannten Romanautors. Ist das ein plumper Marketingtrick oder ist die Geschichte um die komplizierten Verwicklungen einer modernen Patchworkfamilie rund um die Abifeier der großen Tochter für den Autor zu persönlich um unter eigenem Namen darüber zu schreiben zu können? Wie auch immer. Weiterlesen