Foto: “Das Weinlaub wird schon rot…”

Das Weinlaub wird schon rot.
Dahinter steht der Tod.
Er tupft mit seinem Finger sacht,
da sinkt herab die bunte Pracht.
Sie fällt vor meinen Schritt.
Bald muss ich selber mit.

So heißt es in einem Text von Hermann Claudius, der von Erhard Nowak in moderne Musik für gemischten Chor gesetzt wurde. Bei meinem heutigen Spaziergang durch die Weinhänge am Würzburger Stein war das Weinlaub zwar nicht rot, sondern gelblich, aber zusammen mit dem wolkenverhangenen Himmel, dem schneidenden Wind und den trüben Pfützen entlang des bräunlich-vermatschten Weges machte sich eine ähnlich morbide Stimmung wie im Liedtext bei mir breit. Ein farbenfrohes Grafitto an einer Mauer ließ das Umfeld nur noch trister im herbstlichen Grau versinken. Hier einige Fotos als Beleg.

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Musikstudenten @ Hochzeitsmesse, Würzburg

Die Würzburger Tanz- & Unterhaltungsband Musikstudenten hat sich am Wochenende 14./15. Oktober 2017 bei der Hochzeitsmesse im VCC präsentiert. Von 12-17 Uhr spielten sie stündlich einen kleinen Showcase für interessierte Paare und andere Messebesucher. Dabei kam es zu netten und erfreulichen Begegnungen und auch die Nachbarschaft der Mitaussteller war sehr angenehm. Die Fotografen von der „Clipmanufaktur“ waren so freundlich ein paar Schnappschüsse von den Musikstudenten „in action“ zu schießen. Mit dabei der Jungmusikstudent Ferdinand Schütze an der gedämpften Trompete, da kicken die Horns erst so richtig! (Fotos: Clipmanufaktur, Würzburg)

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Sommerreise 2017

Würzburg, Saab, Wasserpumpe, Schrauben, Keilriemenriss, Lichtmaschine, Schrauben, Beladen, Abfahrt, München, Fuschl, Baden, Wandern, Salzburg, Getreidegasse, Festspielhaus, Spaziergang, Kaffeehaus, Tomaselli, Domplatz, Jedermann, Fuschl, München, Theatron im Olympiapark, Mundharmonika, Skolka, Riesenrad, Dinkelsbühl, Würzburg, Wine Grooves im Divino Nordheim, Schloss Weikersheim, Zahnarzt, Saab, Schrauben, wieder München, Bayernticket, Garmisch, Partnachklamm, Eckbauer, Bayernticket, Flughafen München, Mietwagen, kein Führerschein dabei, kein Mietwagen, Problem, Polizei hilft, doch Mietwagen, Umpacken, München, Salzburg, Ljubiljana (Slo), Students Residence, Street Food Festival, Musikfest, Jazz, Lindy Hop, Karawankentunnel, Kroatien, Fähre, Krk, Cres, Campingplatz, Camping, FKK?, Textil!, Mali Losinj, Baden, Tauchen, Sonnen, Fähre, Kozina, Triest, Eis, Spaziergang, Ljubiljana, Karawankentunnel, Salzburg, München, Umladen, Mietwagenrückgabe, Viktualienmarkt, Beck, Bauer & Hieber, Saab, Würzburg, Ausladen, puh!

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Kein Sprint, ein Marathon (KW29-32)

Anfang Juli begann mit Recherchearbeiten und Pressekonferenz zur Fahrradtour Rundherum Main-Spessart und einem Videodreh, bei dem Material für gleich drei Videos abgedreht wurde (bei zwei dieser Videos spiele ich alle Instrumente). Ab 7. Jul folgte die eigentliche Tour mit täglichen Blogberichten. Eigentlich ein wunderbares Projekt, aber auf Dauer war die körperliche und geistige Dauerbelastung auch kräftezehrend. Das merkte ich allerdings erst ab dem vorletzten Tag und in der Zeit direkt nach meiner Rückkehr.

Daheim waren in den zehn Tagen meiner Abwesenheit einige Dinge liegen geblieben. Es ging also fast nahtlos weiter: Nacharbeiten an der Tourberichterstattung, Zahnarzttermine, Unterricht, Konzerte, die Arbeiten für die Instandsetzungen des Wasserschaden in unserer Wohnung vom Mai gingen in die letzte Runde, fast täglich kamen Handwerker und verrichteten ihre Arbeiten. Das Video wurde in mehreren Phasen geschnitten und veröffentlicht, eigener Geburtstag mit Überraschungsfete, Veröffentlichung des Albums „Mitmachlieder aus dem Hochhaus Nummer“ inkl. Poster, Songbook, Webseite, dazu ein herrlicher Abschlussgrillabend mit fast allen Beteiligten, die an diesem Projekt mitgewirkt haben (Danke!), eine neue Songproduktion von Simon-Philipp Vogel (ich spiele Piano, Lap Steel, E-Bass), Zahnschmerzen, Arztbesuche, Flur streichen, Session in Winterhausen, anderen beim Umzug helfen, Christof hat noch ein paar Fragen zum Onlinerelease seines Albums, Schreiner holt die Türen ab, Details für den Austausch der Fenster müssen entschieden werden, Zelt und Isomatten kaufen, Mietwagen für den Urlaub buchen, noch mal Zahnarzt, Blutprobe beim anderen Arzt okay, CDs verschicken, Anfragen beantworten, Musiker sagen für bevorstehende Konzerte ab, Ersatz organisieren, Grillfete, Auto hat TÜV, Weinfest, Anzughose zerrissen, neue besorgen, TÜV neu, aber komisches Geräusch im Motorraum, noch mal Zahnarzt, Kinder haben jetzt Ferien, Freizeit will organisiert sein. Je mehr ich erledige, desto mehr kommt wieder dazu. Habe keine Zeit und keine Energie mehr mich darüber aufzuregen. Ich werde immer müder, falle jeden Abend wie ein Toter ins Bett. Die abonnierte SZ stapelt sich neben meinem Bett, ich komme nicht mehr hinterher, ach ja, den Blog gibt’s ja auch noch. Weiterlesen

Etappe 10 „Saaletal“: Weyersfeld bis Obersinn

Sonntag war der zehnte und letzte Tag meiner Main-Spessart-Umradelung. Ich erwachte kurz nach sieben in dem kleinen Gartenhäuschen hinter der Kirche in Weyersfeld. Als ich vor die Tür trat hörte ich gedämpftes, rhythmisches Bollern aus dem Jugendtreff in der Holzbude im Garten schräg gegenüber. Da hatten anscheinend welche die Nacht durchgemacht und dämmerten in die frühsonntägliche Chilloutphase. Die Beats hatte ich beim schlafen gar nicht wahrgenommen, war auch nicht davon geweckt worden. Um 8.00 wurde ich abgeholt und es gab ein reichhaltiges Frühstück mit selbst gemachten Marmeladen und Honig bei Familie Fürsch. Danach sortierte ich wie alle Vormittage zuvor Fotos vom Vortag und schrieb den Blogartikel dazu. Gegen Mittag ging’s wieder zum Gartenhaus, ich packte meine Sachen und besichtigte noch kurz die Forellenzucht von Herrn Fürsch. Das Becken wurde in den Dreißigerjahren ausgehoben und diente zuerst einige Jahrzehnte als kleines Freibad. Inzwischen wurde es jedoch unterteilt und zu zwei Fischbecken umfunktioniert. Hier stehen Herr Fürsch und Sohn Florian am Beckenrand.

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Etappe 7 „Retztal, Werntal, Arnstein Süd“: Retzbach bis Binsbach

Als ich am Donnerstagmorgen vom Obergeschoss meiner Unterkunft in die Küche runter kam, stand das Frühstück bereits auf dem Tisch. Armin hatte extra Brötchen in Zellingen geholt und Roswitha hatte Eier gekocht und den Tisch gedeckt. Zu dritt saßen wir am Tisch, aßen und unterhielten uns. Das liebenswerte Ehepaar feiert in diesem Jahr seinen 50sten Hochzeitstag, herzlichen Glückwunsch! Zusammen haben sie fünf Töchter großgezogen, was für eine Leistung. Die sind alle in Würzburg zur Schule gegangen, haben studiert und leben jetzt zum Teil weit entfernt. Sie kommen aber immer wieder zu Besuch ins Elternhaus. Wenn sie z.B. zu Weihnachten alle gleichzeitig da sind, ist dann vermutlich ganz schön was los. Aber ich glaube den beiden gefällt das. Ich wurde jedenfalls sehr gut versorgt und habe mich sehr wohl gefühlt. Sogar meine Wäsche hat Roswitha, als ich mal nicht aufgepasst habe, schnell gewaschen, getrocknet und fein säuberlich zusammengelegt. Und meine nassen Turnschuhe hat Armin am Vormittag trocken geföhnt. Danke auch dafür.
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Etappe 6 „Mainfränkische Platte“: Homburg bis Retzbach

Am frühen Morgen der sechsten Etappe wurde ich von einem Hahnenschrei geweckt. Als ich von meinem Gästezimmer nach unten kam, wünschte mir Herr Huller einen Guten Morgen, das Frühstück stand im Gastraum bereits auf dem Tisch, ah. Ich frühstückte alleine und mit gingen noch ein paar Gedanken vom gestrigen Abend durch den Kopf. Herr Huller hatte beklagt, dass immer mehr Wirtschaften schließen und damit auch eine wertvolle Wirtshauskultur zu Ende geht. Von ehemals acht Wirtshäusern sind nur noch 1-2 übrig geblieben, die noch dazu nicht immer geöffnet sind. Die Zeiten ändern sich. So gesehen hatte ich Glück: Ich wurde von Herrn Huller opulent bewirtet und bestens verköstigt, vielen Dank für die Gastfreundschaft! Nach dem Frühstück ging’s noch kurz zum Weingut von Michael Huller, sah bei Tageslicht immer noch sehr gemütlich und einladend aus. Die kleine Tochter hatte ausgeschlafen und wir machten ein Foto der jungen Familie. Ende Juli ist Weinfest in Homburg, da ist jeder Besucher willkommen.

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