Eintopf Orange mit Karotten, Süßkartoffeln & Roten Linsen (vegan/vegetarisch)

Ich esse gerne Chili Con Carne und Eintöpfe. Meine Tochter ist Vegetarierin, die mag weder Chili noch Eintöpfe. Also habe ich versucht eine vegetarische Mischung der beiden Gerichte aus einheimischen Gemüsesorten zu kreieren. Eher zufälligerweise hat sich dabei ein orangenfarbiger Farbcode ergeben, den ich dann konsequent umgesetzt habe. Denkbar wäre noch etwas Safran als Gewürz, habe ich hier aber weggelassen. Ich freue mich über Kommentare und Feedback!

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USA: Burgers, Beer & Barrells

Das Schuljahr 1988/89 verbrachte ich als Austauschstudent in den USA. Im Laufe der 10. Klasse hatte ich mich an verschiedene Organisatoren gewandt und eine Art Auswahlverfahren durchlaufen. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass sie so gut wie jeden genommen haben, immerhin zahlte man für die Organisation des Aufenthalts gutes Geld. Es war dann irgendwann klar, dass es in den Sommerferien nach Ende des laufenden Schuljahrs losgehen sollte. Wir hatten Fotos von mir und meiner Familie gemacht und einen Fragebogen mit Angaben zu meinen Vorlieben und Hobbys ausgefüllt und waren gespannt welche US-amerikanische Familie sich für mich entscheiden würde. Ausgerechnet zu der Zeit gab es aber wohl mehr Bewerber als Gastfamilien und so dauerte und dauerte es. Das Schuljahr war zu Ende gegangen und immer noch hatte ich keine Ahnung, wo es in wenigen Wochen hingehen würde. Irgendwann kam dann doch die Nachricht. Ein junges, frisch verheiratetes Paar in der Kleinstadt South Point am südlichsten Ende des Bundesstaates Ohio würde mich aufnehmen. Er war Recruiting Sergeant der US Army, seine Gattin war Hausfrau. Zu einem Telefonat oder einer anderen Kontaktaufnahme kam es im Vorfeld nicht mehr. Ich packte meine Sachen, verabschiedete mich von Freunden und Familie und stieg in München Riem in den Flieger. Weiterlesen

Über Buttermilch

Gestern (20.02.2018) fand ich im Kühlschrank einen verschlossenen Becher Buttermilch mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 17.09.2017. Die Haltbarkeit war also offiziell seit ca. 5 Monaten abgelaufen. Ich öffnete den Deckel, der Inhalt sah ganz normal aus, roch auch okay, dann rührte ich um und die Konsistenz war auch nicht anders als sonst. Erst nahm ich einen kleinen Schluck, schmeckte wie immer, dann trank ich den kompletten Becher (500ml) aus. War lecker und mir geht es gut.

Buch: „Verbrannte Mandeln“ von Wilfried Bommert & Marianne Landzettel

In regelmäßigen Abständen hört und liest man in den Medien von den Auswirkungen des Klimawandels: Gletscherschmelze, Hurrikans, Überflutungen, Erdrutsche, Hitzewellen, Waldbrände, etc. Der Wandel findet offenbar gleichzeitig auf der ganzen weiten Welt statt, aber man muss gar nicht in die Ferne schweifen um die Effekte zu erkennen. Insbesondere bei der landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion liegt das Thema oft näher als man denkt, nämlich auf dem Teller. Weiterlesen

Reise: Goodbye Helsinki, hello Tallinn!

Frueh aufgewacht wegen eines Schnarchers im Zimmer, aber egal, wollte eh bald raus, weil die Bezahlung der Ticketbuchung fuer die Faehre nicht geklappt hat. Meine Bank hat wegen irgendwelcher Sicherheitsbestimmung verhindert, dass ich 16 Euro ueberweise, nach drei Fehlversuchen gab ich nachts entnervt auf. Aber erstmal Fruehstueck ausser haus, traurig aber war: McDonalds war das beste, was fuer einen annehmbaren Preis zu finden war. Durch stroemenden Regen zurueck zum Hostel, Blogbericht schreiben, packen, Checkout und ab dafuer. Runter zum Kaufhaus Stockmann, wieder durch den Regen, diesmal mit Gepaeck, in die Tram 4 zur Anlegestelle der Vicking Lines. Die Riesenschiffe, die ich bei meinem Spaziergang am ersten Tag noch fuer gigantisch ueberdimensionierte Weltmeereskreuzer gehalten hatte, waren eigentlich die Faehren, Luxuskreuzer sind anscheinend noch groesser. Dann eine skurrile Szene am Schalter. Hin- und Rueckfahrt im Rahmen einer Tagestour zu buchen ist deutlich billiger (20) als eine einfache, regulaere Fahrt (40-60), fragt mich bitte nicht warum, ist so. Ich wurde vorab von einer freundlichen Mitarbeiterin des Hostels darauf hingewiesen und es stimmte tatsaechlich. Nur wusste das die Frau am Schalter auch, wollte mir aber ein teurere, einfache Fahrt aufleiern. Mit vollem Marschgepaeck wirkte ich naturlich nicht wie der klassische Ausflugstourist, tat aber so. Ich musste glaubhaft versichern, dass ich abends auch wieder brav zurueck die Faehre nach Helsinki besteige, war ganz freundlich und dachte mit dabei, aber vielleicht auch nicht, ist wohl alleine meine Entscheidung. Was hinter dieser Prozedur fuer ein Sinn stecken soll, muss mir mal jemand erklaeren, muss irgendeine osteuropaeische, jedenfalls keine kapitalistische Logik sein.

Danach noch etwas warten, dann Boarding, es fuhren wahnsinnig viele Leute mit, ich schaetze ueber 1000. Ging aber alles routiniert und flott, kurz nach halb 12 liefen wir aus dem Helsinkier Hafen aus. Es regnete immer noch und es blies ein kalter Wind, von wegen Sonnendeck, nix da. Bin einmal aussenrum gelaufen, war eiskalt und hatte gleich nasse Schuhe und Fuesse. Auf dem Schiff Klassenausflugstimmung, die Damen ein Piccolo, die Herren Bier oder haertere Sachen. Dazwischen warmes Essen oder Kuchen, je nach Vorliebe, irgendwie muss man sich die Zeit waehrend der 150 Min Ueberfahrt unter Deck ja vertreiben. Ich hatte mir die Durchquerung des finnischen Meeresbusen (heisst wirklich so) etwas spektakulaerer vorgestellt. Stattdessen: 50 Shades of Grey vom Meer bis zum Zenit des Himmels.

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Kochbuch: „Café Cornersmith“ von Alex Elliott-Howery & James Grant

Für gewöhnlich widme ich mich dem Konservieren von Klang, Musik und Geschichten. Im Folgenden geht es um die Konservierung von Lebensmitteln vorzugsweise Obst und Gemüse als Eingemachtes. Komisch eigentlich, dass uns das am Konservatorium nicht beigebracht wurde.
Das „Café Cornersmith“ wurde vor ein paar Jahren von Alex Elliott-Howery und James Grant im Westen Sydneys in Australien eröffnet. Schwerpunkte sind – neben Kaffee und Kuchen – „Frische Saisonküche und köstliches Eingemachtes“. 2015 erschien das dazugehörige Koch- und Einmachbuch (Recipes from the Cafe and Picklery“), ein Jahr später die deutsche Übersetzung.

Nach zwei kurzen, einleitenden Texten präsentiert das Gastronomenpaar auf 270 Seiten viele originelle und appetitliche Speisen. Unterteilt werden die Koch- und Zubereitungsanleitungen in die Kapitel Frühling, Sommer , Herbst, Winter und das Extrakapitel Einmachen. Danach folgen Anmerkungen zu Rezeptgrundlagen, Location und ein hilfreicher Register. Weiterlesen

Kochbuch: „Sir Quickly“ von Christiane & Matthias Straub

Im Jahr 2003 hat in der Herzogenstraße in Würzburg ein ungewöhnlicher Imbiss eröffnet und sich rasch etabliert. Betrieben wird er vom Ehepaar Christine und Matthias Straub und sie haben damit einen bewundernswert mutigen Weg eingeschlagen. Beide erlernten das Kochhandwerk in verschiedenen gastronomischen Betrieben und gingen danach auf berufliche Wanderschaft. In München lernten sie sich für kurze Zeit bei einem gemeinsamen Arbeitgeber kennen und wurden privat ein Paar. Dann trafen sie gemeinsam eine Entscheidung, verließen ihren Wohnort München, zogen nach Würzburg und eröffneten das anspruchsvolle Stehrestaurant Sir Quickly. Das kulinarische Konzept war anfangs gar nicht so durchdacht und vollendet wie es aus heutiger Betrachtung erscheinen mag. Es ist durch etliche Erfahrung und nötige Anpassungen und Veränderungen so geworden wie es ist. Geöffnet ist von Mo-Fr jeweils von 11-16, es gibt täglich einen Eintopf (Winter) oder einen Salat (Sommer), ein Hauptgericht, nach Belieben einen leckeren Nachtisch, dazu Wasser, Soft Drinks oder Kaffee. Das Essen ist variantenreich, slow, bio, immer vegetarisch, oft vegan und: ungewöhnlich schmackhaft. Weiterlesen

Reise: Klangkunst & Kulinarik in Innsbruck, Teil 2

Nach dem Museumsbesuch in der Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr ging’s die Leopoldstraße abwärts zurück zur Innenstadt vorbei an Büros und Geschäftsräumen, Shops und kleinen Restaurants. Von traditionell bis modern war alles dabei, schräg gegenüber von der „Fast Slow Food“ Snackbar, gab’s z.B. dieses urösterreichische Angebot, vor lauter Tafeln hätte man den Eingang fast nicht gefunden.img_4475

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Reise: Klangkunst & Kulinarik in Innsbruck, Teil 1

Mitte der Woche sind wir früh morgens aufgebrochen und über ein paar Zwischenstationen mit dem Zug Richtung Süden gefahren. In München wurden die Kinder am Bahnsteig an die Großmutter übergeben, dann ging’s direkt weiter über Kufstein in die Tiroler Landeshauptstadt und alpine Kulturmetropole Innsbruck. Ich war bereits Anfang August aus beruflichen Gründen (Hochzeit) für einen Tag dort gewesen und wollte danach unbedingt wieder kommen. Etlichen Würzburger Freunden und Bekannten hatten wir von unseren Plänen erzählt und die hatten uns mit allerhand, hochwillkommenen Tipps und Ratschlägen ausgestattet, noch dazu hatten wir Webseiten und einen aktuellen Reiseführer (Marco Polo: Tirol) konsultiert.img_4501 Weiterlesen