Einladung: Living Room Event (12/2017)

Am Sonntagabend, den 10.12.2017 findet um 18.00 Uhr ein Living Room Event statt. Doro T präsentiert Songs aus ihrem aktuellen Album „Iconic Popsongs of the 1980s in 88bpm“ in abweichenden Versionen zur Einspielung in kleiner und kleinster Besetzung.

Jeder ist herzlich willkommen, sollte aber einen kleinen, kulinarischen Snack für die Mithörer mitbringen und sich vorher schriftlich anmelden. Es ist Platz für 10-12 Gäste, das Event geht bis etwa 19.30.

Album: „Raptestdummy“ von Mundhaarmonika

Im August 2017 war ich spontan bei der Münchner Veranstaltungsreihe Theatron im Olympiapark und dort spielte der Hip Hopper Mundhaarmonika als Opener des Abends. Der Rapper wurde von einer kleinen Band mit richtigen Instrumenten begleitet und stellte sein neues Album „Raptestdummy“ vor, das wenige Woche zuvor erschienen war. Man kann es getrost als sein Longplayer-Debut bezeichnen, denn bis dahin waren mit „WhatsRap“ (2014) und „WhatsLive“ (2015) lediglich EPs und einige Singles veröffentlicht worden. Weiterlesen

(Schuljahres-) Beginn (KW38/2017)

Letzte Woche startete in Bayern ein neues Schul- und Unterrichtsjahr, diese Woche hatten sich die neuen Zeiten und Pläne schon in etwa eingependelt.

Ich nutzte die Zeit u.a. um kürzlich abgeschlossene und liegengebliebene Projekte zu sichten. Zwei Musikvideos zum Album „Messin’ around with Jim Croce“, die bereits im Juni abgedreht wurden, befinden sich immer noch im Schnitt, werden aber im Verlauf der kommenden Wochen fertig gestellt und veröffentlicht. Sehr erfreulich die Absatzzahlen des Kinderliederalbums „Mitmachlieder aus dem Hochhaus Nummer 9“ von Christof Balling, das im Juli veröffentlicht wurde. Von solch einer Nachfrage, kann ich bei meinen eigenen Projekten wirklich nur träumen. Kindergärten, Eltern, Kinder, Verwandte, Freunde, Sympathisanten aller Art, alle wollen das Album haben, bestellen zum Teil gleich mehrere, sehr schön, freut mich für alle Beteiligten. Weiterlesen

Album: „Pink Magnetic Masters“ von Nevesis

Nemesis ist die griechische Göttin des gerechten Zorns und der ausgleichenden Gerechtigkeit. Nevesis ist eine Stoner Rock Band aus Estland. Es ist nicht klar, ob der Bandname eine Anspielung an die griechische Mythologie sein soll, aber zornig klingt die Band allemal, auf der Bühne fast schon rachsüchtig. Ich habe Nevesis zufällig in Pärnu, Estland bei einem Doppelkonzert im Kulturklub Tempel gehört. Die Band besteht aus Erki Reim (voc, guit), Bert Järvet, die zusammen auch als Songschreiber fungieren, und Kiina Vargo (guit, keys) und Ken Koemets (drums). Zusammen haben sich die vier an diesem Abend die Seele aus dem Leib gespielt und den Konzertsaal mit rauen Riffkaskaden und wütenden Gesängen torpetiert. Bereits ab dem dritten Song spielten beim Konzert Reim und Järvet mit nacktem Oberkörper, ihre schwitzigen, schneeweißen Leiber glänzten im Scheinwerferlicht. Ansagen auf estnisch, ich verstand kein Wort, aber die Show war hochenergetisch, also alles gut. Weiterlesen

Video: „Hey Joe“ @ Kofferfabrik, Fürth

Nach einem musikalisch arbeitsreichen Wochenende ist uns zu allem Überfluss auch noch ein feiner Videoteilmitschnitt einer eigenen Performance zugespielt worden. Der Auftritt fand statt am 9. Nov 2016 in der Kofferfabrik in Fürth. Dargeboten wurde unserer aller Glanz- und Paradenummer „Hey Joe“ mit dem unvergleichlichen Jochen Volpert an der Telecaster. Es ist eine 13-minütige Tour de Force durch Höhen und Tiefen aller erdenklichen musikalischen Gefilde. Ein herzlicher Dank geht an Rudi Böhm für das ausdauernde Filmen und den späten, aber gerade noch rechtzeitigen Upload. Wer das Video bis zum Ende durchhält darf gerne kommentieren!

Reise: Pärnu – Riga

Früh als erster aufgewacht, es ist Sonntag. Obwohl ich erst weit nach Mitternacht zurück ins Hostel gekommen bin, waren alle anderen noch unterwegs, im Hinterhof des Hostels wurde erst noch gesungen, danach Musik aufgelegt, aber es war nicht agressiv laut, konnte dabei trotzdem irgendwann einschlafen.

Durch die einsamen, frühmorgendlichen Strassen laufe ich zu einer nahgelegenen Markthalle, erst als ich näherekomme, begegnen mir immer mehr Menschen. Es werden Obst, Gemüse und Blumen verkauft, es gibt aber auch eine Fleischhalle und eine kleine Bäckerei mit Cafe. Lokale Frühstücksleckerei sind anscheinend fritierte Teigringe mit Puderzucker. Die werden massenweise zubereitet, in einem Edelstahltopf warm gehalten und per Kg verkauft. Ich nehme drei Stück davon und einen Kaffee, ah. Weiterlesen

Reise: Party in Pärnu

In meiner letzten Nacht in Tallinn waren nur Frauen im Schlafsaal, also fast, bis auf einen Franzosen, aber der wäre auch fast als Frau durchgegangen. Angenehm zurückhaltende Atmosphäre und keine Schnarcher! Bin trotzdem relativ früh aufgestanden, ist ja immer auch schön, wenn Gemeinschaftsbadezimmer und Aufenthaltsräume noch nicht so voll sind. Ausserdem möchte man als Mann nicht im Weg stehen, wenn die Damen sich hübsch machen.

Schnelles Frühstück, dabei verwickelte mich ein Südkoreaner in ein Gespräch über Gott und die Welt, ungewöhnlich für einen Asiaten, die bleiben ja sonst gern unter ihresgleichen. Im Verlauf kamen wir beide zum Ergebnis, dass es in jeder Form von menschlicher Gemeinschaft auch einen gewissen Anteil von Idioten gibt. Und er erweiterte diese Einsicht mit einem koreanischen Sprichwort: Wenn du in deinem Dorf keinen Idioten erkennen kannst, bist du es wahrscheinlich selbst. Haha, sehr gut, vielversprechender Start in den Tag. Zu uns gesellten sich noch eine amerikanische Ingenieurstudenten und ein spanischer Festivalhopper. Beruflich irgendwas mit IT, er bezeichnete sich als Developer, was er entwickelte wurde auch auf Nachfrage nicht ganz klar. Als ich erzählen sollte, was ich beruflich mache, sagte ich, ich wäre auch Developer, als Lehrer helfe ich Menschen dabei sich selbst zu entwickeln. Alles sehr freundlich und respektvoll, aber auch herzlich. Alle halten mich immer für deutlich jünger als ich bin, keine Ahnung warum, wenn ich in den Spiegel schau, kann ich das nicht bestätigen, es kann nicht am Aussehen liegen. Und ein anderes immer wiederkehrendes Kompliment: Alle lieben Deutschland und die Deutschen, es ist fast ein wenig lästig. Ich versuche immer die Begeisterung zu relativieren, aber meine Gegenargumente sind zum grossen Teil wirklich schwach, wenn ich von den Problemen in den Herkunftsländern meiner Gesprächspartner erfahre. Irgendwann reisse ich mich los, Fotos raussuchen, Blogartikel schreiben, aufräumen, zusammenpacken, da sind die anderen schon längst los- oder weitergezogen. Weiterlesen