Bond: No Track to Skip

Aufmerksame Blogleser haben es schon bemerkt: Am 17. Februar habe ich mich noch öffentlich gegen ein Recording des neuen Billie-Eilish-Bondsongs ausgesprochen, nur drei Tage später habe ich mir Text und Akkorde besorgt, ein Arrangement gebastelt und ein Demo für den Schlagzeuger erstellt. Mittlerweile ist alles eingespeilt, eingesungen und gemischt und das sogar in zwei Versionen, einmal vocal, einmal instrumental.

Ein früherer Musiklehrer an meinem Gymnasium sagte mir einmal kurz vorm Abitur, ich sei wankelmütig, weil ich kurz vorm Jahreskonzert den Titel eines selbstkomponierten Musikstückchen im Programm ändern lassen wollte. Damals wusste ich gar nicht was das sein soll und musste es im Wörterbuch nachschlagen. Danach war ich auch nicht schlauer, weil es auch gar nicht stimmte. Trotzdem: Hin und her, wie ein loses Notenblatt  im Wind. Warum auch nicht? Es ist eines der Privilegien, das ich als freier Musiker und Produzent habe. Ja, nein, vielleicht, ist ganz allein meine Sache. Ganz oft macht Machen am Ende mehr Freude als Nichtmachen.

Monolog: „You didn‘t get it“ („Better call Saul“)

„You didn’t get it. You were never gonna get it. They dangle these things in front of you, they tell you you got a chance but I‘m sorry, it’s a lie. Because they had already made up their mind. They knew what they were gonna do before you walked in the door. You made a mistake and they are never forgetting it. As far as they’re concerned this mistake is just who you are. And it’s all you are. And I’m not just talking about the scholarship, I’m talking about everything. I mean, they’ll smile at you, they’ll pat you on the head but they are never, ever letting you in. But listen. Listen. It doesn’t matter. It doesn’t. Because you don’t need them. They’re not gonna give it to you, so what? You’re gonna take it. You’re gonna do whatever it takes, you hear me? You are not gonna play by the rules. You’re gonna go your own way, you’re gonna do what they won’t do. You’re gonna be smart, you are gonna cut corners and you are gonna win. They’re on the 35th floor. You’re gonna be on the 50th floor. You’re gonna be looking down on them. And the higher you rise, the more they’re gonna hate you. Good, good. You rub their noses in it. You make them suffer. Because you don’t matter all that much to them. So what? So what? Screw them. Remember, the winner takes it all. […] All right. All right, go get them.”

Jimmy McGill / Saul Goodman in “Better Call Saul” Season 4, Episode 10 “The Winner” (2018).

Rückblick 2019

Die Zeit “zwischen den Jahren” möchte ich wie immer für einen kurzen Rückblick auf das vergangene und einen Ausblick auf das kommende Jahr nutzen, denn es gab einige erwähnenswerte Aktivitäten und Produktionen an denen ich beteiligt war.

Rückblick 2019:

Singles: Aufnahme, Produktion, Video (2019)
Das Jahr war geprägt von vielen Aufnahmesessions, Songproduktionen und Musikvideodrehs für eigene und Projekte anderer. Hier eine kleine Auswahl:

Roland Völker: „Sultans of Swing“ (März 19)
Sandra Buchner: „Reminded Me“ (April 19)
Musikstudenten: „Chitlins Con Carne“ (Apr 19)
Dennis Schütze: „Everybody ought to treat a stranger right“ (April 19)
Simon-Phillip Vogel: „Instrumental #1“ (Mai 19)
Mandy Stöhr: „Come as you are“ (Juni 19)
Musikstudenten: „Summer in the City“ (Juni 19)
Thilo Hofmann: „Somethin‘ Stupid“ (Aug 19)
Thilo Hofmann: „When the party’s over“ (Sep 19)
Sandra Buchner: „Not Alone“ (Dez 19)
Thilo Hofman & Dennis Schütze: „Happy Xmas (War is over)“ (Dez 19)

Reise/Foto/Blog/Film/Projekt: Tansania, Ostafrika (Aug 19)
Zentrales Ereignis des Jahres war eine dreiwöchige Reise nach Tansania im Auftrag des DAHW zusammen mit dem Würzburger Kinderliedermacher Christof Balling. Die Planungen starteten bereits 2018, im Frühjahr 2019 wurde dann konkret vorbereitet, im Frühsommer fanden erste Filmdrehs in Würzburg statt. Mitte August flogen wir nach Tansania in die Region südlich des Victoriasees und besuchten dort u.a. zwei Grundschulen, ein Krankenhaus und einige Hilfsprojekte. Die unmittelbaren Eindrücke der Reise wurden in Fotos und Texten (Dennis Schütze) auf einem Blog veröffentlicht, des Weiteren entstanden Musik- und Videoaufnahmen. Das Album „Children’s Songs of Tanzania“ erschien bereits im Nov 2019, ein ca. halbstündiger Dokumentarfilm (Text & Sprecher: Christof Balling, Kamera & Ton: Dennis Schütze) erscheint im Februar 2020. Hier einige Links zum Tansania- Projekt:
Reiseblog: Tansania, Ostafrika (Aug 19)
Album: „Children’s Songs of Tanzania“ (Nov 2019)
Kinderlieder aus Tansania, Aufnahme: Dennis Schütze
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Video: „Wapewe Haki“ von Children Choir of Kogaja Primary, Tanzania
Video: Grace Mwasuka, Disability & Rehabilitation Adviser (DAHW/DLRA)

Album: „One Man Band“ von Dennis Schütze (Dez 19)
Kurz vor Ende des Jahres dann noch Aufnahme und Produktion für ein spontanes Konzeptalbum: „One Man Band“. One Man, One Voice, One Guitar. Nine Songs.
Liner NotesRezension
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Live: Gigs, Konzerte, Engagements
Die Musikstudenten hatten im Jahr 2019 wenig öffentliche Auftritte. Trotzdem gab es wie in den Jahren zuvor insgesamt sehr viele Termine: Galaabende, Tanzbälle, Firmenfeiern, Hochzeiten. Fast zehn Mal spielten die Musikstudenten in Triobesetzung als On-Board-Entertainment auf Hotel-Schiffen einer internationalen Reederei. Zumeist in Würzburg, zusätzlich auch in Schweinfurt und Volkach. Verbunden damit waren viele Konzertsituationen vor internationalem Publikum (USA, Kanada, Kiwi, Südamerika). Nächstes Jahr geht’s genauso weiter, thank you for having us!

Dennis Schütze Blog
Im „Dennis Schütze Blog“ erschienen im Jahr 2019 ca. 200 Artikel. Das Spektrum umfasste Buch-, Album- und Notenrezensionen, Tour- und Reiseberichte, Informationen zu eigenen Musikproduktionen, Fotostrecken, Kurzgeschichten, Lagebericht, zusammengenommen alles Themen von denen ich glaube, dass sie für Sympathisanten, Musikerkollegen, Freunde, Bekannte und Schüler interessant sein könnten. http://www.dennisschuetze.de/blog/

„Ausblick 2020“ erscheint am 01.01.2020

Buch: „Trotz alledem“ von Hannes Wader

Der deutsche Liedermacher Hannes Wader startete seine Karriere Ende der 60er Jahre und wurde mit „Heute hier, morgen dort“ (1972) einem breiten Publikum bekannt. In den folgenden Jahrzehnten spielte er unzähliger Konzerte und veröffentlichte 35 Studio- und Live-Alben. 2018 beendetet er seine Musikerkarriere mit einer Abschlusstournee und dem Album „Macht’s gut“ (2018). Mit „Trotz alledem“ legt er nun eine umfangreiche Autobiographie vor, schaut auf sein Leben zurück. Weiterlesen

OP: Zwölf Monate später (KW48/2019)

Old man, take a look at your life.
(Neil Young, 1972)

Nahezu auf den Tag genau vor zwölf Monaten wurde im Zuge einer OP mein gerissenes Kreuzband im rechten Knie mit einer körpereigenen Sehne ersetzt. Gemäß meines physiotherapeutischen Nachbehandlungsplans habe ich die ersten Wochen tagsüber eine post-operative 4-Punkt Orthese getragen, nachts eine Mecronschiene, zur Fortbewegung habe ich immer Krücken verwendet und das operierte Bein nur mit 20% belastet. Nach sechs Wochen begann das Aufbautraining, das von physiologischer Betreuung begleitet wurde: Zweimal die Woche Physiotherapie und zweimal die Woche Lymphdrainage. Es war atemberaubend wie sehr sich meine Muskulatur ums Knie in den sechs nahezu bewegungslosen Wochen zurückgebildet hatte. Weiterlesen