Noten: „Play Guitar Junior“ von Michael Langer & Ferdinand Neges

„Play Guitar Junior“ ist eine moderne und zeitgemäße Gitarrenschule für Kinder im Grundschulalter (6-10 Jahre) für ca. die ersten 1-2 Lehrjahre. Der methodische Aufbau ist klassisch: Leersaiten, Daumenanschlag, erste gegriffene Töne, Wechselschlag i-m, alle Töne in der ersten Lage, komplementäre Basstöne, simultane Basstöne, gegriffene Basstöne, kein Lagenspiel. Die Spielstücke setzen sich zusammen aus traditionellen Kinderliedern und Folksongs, sowie einigen modernen Klassikern („Hey Wickie“, „Pippi Langstrumpf“, „Wer hat an der Uhr gedreht?“), sie haben ausnotierte Begleitstimmen oder wurden zumindest mit korrekten Akkordsymbolen versehen.

Die Druckausgabe ist mit comic-haften Illustrationen, einem Stickerpaket (zur Belohnung) und einer ansprechenden Audio-CD ausgestattet und erscheint in robuster Ringbindung

Fazit: Dicke Empfehlung! Eine willkommene Alternative zu den alteingesessenen und etwas in die Jahre gekommenen Gitarrenheften alter Couleur.

„Play Guitar Junior“ erscheint bei DUX, hat 96 Seiten und kostet 22,95 €. Probeseite

Noten: „Leo Spekulatius“ von Thomas Cieslik & Uwe Beering

„Leo Spekulatius“ ist eine Sammlung von St. Martins-, Nikolaus-, Advents- und Weihnachtsliedern, eingerichtet für Melodiestimme und einfache Gitarrenbegleitung. Die Arrangements richten sich an junge Gitarristen und Anfänger. Die Melodiestimme ist schlicht, die Begleitung rudimentär (p-i-m). Keine der Stimmen ist mit Fingersätzen versehen. Die meisten Lieder kommen mit einer Empfehlung für eine Capoposition, allerdings ist das immer der V. Bund, hätte man daher auch weglassen können, weil das ja vom individuellen Stimmumfang und Fingerlänge des Spielers abhängt. Weiterlesen

Noten: „Jazzy Christmas Tunes“ von Frank Doll & Hans Meier

„Jazzy Christmas Tunes“ ist eine Sammlung von zehn einfachen Arrangements im Swingjazzstil für zwei E-Gitarren. Notiert wurde in Noten, Akkordsymbolen und Tabulatur, TABs kommen leider ohne Notenhälse (warum?). Dem Heft liegt eine Extra-Stimme für die Rhythmusgitarre und eine Audio-CD bei. Weiterlesen

Noten: „Kinderlieder“ von Friedhilde Trüün & Andreas Mohr (Hg.)

„Kinderlieder“ wurde im Rahmen des Liederprojekts des Carus-Verlags von Friedhilde Trüün und Andreas Mohr im Jahr 2011 zusammengestellt. Die Sammlung enthält 82 klassische Kinderlieder aus den thematischen Bereichen: Tanzen und Spielen, Rund ums Jahr, Feiern und Freunde, Nah und Fern, Geschichten erzählen. Darunter sind nahezu alle Genreklassiker vom Märchenlied, Ringelreihen bis zum Feier- und Schlaflied, Lieder von modernen Kinderliedermachern sind allerdings nicht enthalten. Weiterlesen

Noten: „Play it again Book 1&2“ von Melanie Spanswick

 

 

 

 

 

 

 

Die britische Pianistin und Instrumentallehrerin Melanie Spanswick hat eine zweibändige Stückesammlung speziell für Wiedereinsteiger am Klavier verfasst. Band 1 umfasst vier Spielniveaus von Elementary bis Intermediate (Grad 1-5 von 8), Band 2 umfasst Late Intermediate bis Advanced (Grad 5-8). „Play it again“ ist aber bei weitem nicht nur eine bloße Stückesammlung. Spanswick stellt jeder der Kompositionen eine ausführliche Einleitung mit technischen Übungen (Tonleiter, Akkordzerlegung), technischen Tipps und Interpretationsempfehlungen voraus. Das ist überhaupt nicht trocken, sondern informativ und hilfreich um den folgenden Übeprozess zu fokussieren. Die Stückeauswahl ist gelungen, reicht von Barockmusik über Klassik und Romantik bis zu Moderne, Rag und Jazz/Pop/Rock. Für ehemalige Klavierschüler sind vielleicht einige alte Bekannte dabei, im Ganzen ist die Zusammenstellung vielseitig, frisch und inspirierend und dabei fein aufeinander abgestimmt.

Fazit: Ein ideales Buch für erwachsene Wiedereinsteiger und kann auch ohne Lehrer funktionieren, weil alles so schön anschaulich erläutert ist. Das Buch erscheint momentan nur in englischer Sprache, ist aber gut verständlich formuliert. Neben dem Klavierspiel frischt man auf diese Weise ganz nebenbei auch noch seine Englischkenntnisse auf!

Jedes Buch umfasst 28 ausführlich kommentierte Kleinkompositionen und kostet gut investierte 19,50 €. Weiterlesen

Noten: „Ukulele. Chords and More“ von Richard Kleinmaier

Mit seinem Nachschlagewerk „Chords and More“ legt Richard Kleinmaier ein weiteres Heft für Ukulele vor. Zuvor erschienen bereits „Weihnachten mit der Ukulele“ (2011), seine „Schule für Ukulele“ (2014) und zuletzt die Stückesammlung „Mit der Ukulele durch das Jahr“ (2017). Kleinmaier hat den Bedarf nach sorgfältig aufgearbeiteter Anleitung und Spielstücken für Ukulele erkannt und bietet mittlerweile eine breite Palette deutschsprachiger Materialien. Da war es dann wohl nur noch eine Frage der Zeit bis er ein weiteres Heft den Themen Akkorden, Kadenzen und Musiktheorie widmen würde. Weiterlesen

Noten: „Die Notenbücher der Geschwister Mozart“

In diesem editorisch aufwändig gestalteten Sammelband sind das „Notenbuch für Maria Anna (Nannerl) Mozart“ und das „Londoner Skizzenbuch“ zusammengefasst. Bei ersterem handelt es sich um eine handschriftliche Sammlung von Einzelstücken für Klavier, die der Vater und Musikpädagoge Leopold Mozart anlegte um seine Tochter Maria Anna, genannt Nannerl, als junges Kind im Klavierspiel zu unterrichten. Später wurde diese Kollektion von ca. 50 meist zweistimmigen Stückchen, darunter viele kurze Menuette, auch verwendet um den jungen Wolfgang Amadeus zu unterrichten. Die Kleinkompositionen stammen vom Vater selbst, umfassen aber auch Stücke von einigen Zeitgenossen. Zum Ende des Büchleins wurden vom Vater die ersten Kompositionsversuche des damals noch sehr jungen Mozarts notiert. Anlässlich einer großen Bildungsreise durch Europa erhielt Wolfgang Amadeus Mozart 1864 im Alter von 8 Jahren ein eigenes Notenheft, das heute unter dem Titel „Londonder Skizzenbuch“ bekannt ist. Er konnte inzwischen selbst schreiben und hielt hier seine musikalischen Ideen fest. Das Buch besteht aus ca. 40, eigenhändig notierten, zum Teil mehrsätzigen Kompositionen, die heute unter der Nummer 15 im Köchelverzeichnis katalogisiert sind. Weiterlesen