Video: „Another Love“ von Sandra Buchner

Im Frühjahr 2018 erschien erst das EP-Album „Zero Pop“ mit fünf Popsongs der Nuller-Jahre und in der Folge mehrere Musikvideos zu einzelnen Tracks des Albums. Nun hat die emsige Würzburger Sängerin Sandra Buchner einen neuen Singletrack für die Sommerflaute nach dem WM-Finale nachgelegt.

„Another Love“ ist ursprünglich eine Klavierballade des englischen Singer-Songwriters Tom Odell und wurde auf dem Album „A Long Way Down“ (2013) veröffentlicht. Wir haben kurzerhand das Klavier durch eine Gitarre ersetzt. Weitere Instrumente sind: Glockenspiel, verzerrtes Clavichord, Floortom, echte Crash- & Ridebecken, Basssynth und eine 808 Bassdrum. Alle Vocals stammten von Sandra Buchner, Arrangement von Dennis Schütze, Mix und Master von Jan Hees. Enjoy!

Album: „Risha“ von David Eugene Edwards & Alexander Hacke

Der US-amerikanische Sänger, Songschreiber und Musiker David Eugene Edwards und der deutsche Instrumentalist und Produzent Alexander Hacke haben das Album „Risha“ veröffentlicht. Edwards startete seine Karriere Mitte der 1990er mit der Band 16 Horsepower, ab 2002 war er parallel Frontmann der Band Wovenhand. Er ist fundamental-christlich geprägt, seine Texte handeln oft von Schuld, Sühne, Gnade und Verdammung. Seine Musik umfasst Elemente aus Folk, Bluegrass, Gospel und Alternative Rock und wurde gelegentlich als Gothic-Country bezeichnet. Hacke ist Komponist von Filmmusik, Schauspieler und seit 1994 Gitarrist der deutschen Experimentalband Einstürzende Neubauten. Weiterlesen

Buch: „Die Musik der Zukunft“ von Robert Barry

Robert Barry ist britischer Journalist und Autor. Sein erstes Buch „The Music of the Future“ erschien 2017 im englischen Original. Im Frühjahr 2018 erschien es unter dem Titel „Die Musik der Zukunft“ in deutscher Übersetzung in der Edition Tiamat. Es geht darin allerdings nicht, wie man als Interessierter vielleicht annehmen könnte, um zukünftige musikalische Entwicklung aus heutiger Sicht. Die Schrift ist ein historischer Rückblick auf musikalische Zukunftsentwürfe und kulturelle Utopien der Vergangenheit. Thematisiert werden herausragende Begebenheiten Westeuropas und Nordamerikas der vergangenen ca. 200 Jahre. Im absoluten Fokus stehen Betrachtungen und Entwicklungen der westlichen Kunstmusik. Weiterlesen

Video: „When Will I Be Loved“ von Dennis Schütze & Doro T

Vor einigen Wochen hat die Würzburger Sängerin Doro T an einem Nachmittag mehrere Songs der Everly Brothers eingespielt, bei „When will I be loved“ habe ich Leadvocals und E-Gitarre beigesteuert.

„When will I be loved“, eine Songomposition von Phil Everly, erschien im Jahr 1960 auf dem selbstbewusst betitelten Album „The Fabulous Style of the Everly Brothers“ des US-amerikanischen Geschwisterduos. In der Originalaufnahme spielt die Gitarre der große Chet Atkins, deshalb wurde im Video auf eine orangene Gretsch 6120 zurückgegriffen.

Mittendrin (KW26/2018)

Ende Mai wurden die beiden Alben „Graduation“ & „Celebration“ der Würzburger Tanz- & Cocktailband Die Musikstudenten veröffentlicht. Wenn man sich monatelang, in diesem Fall ein halbes Jahr, mit einer Produktion beschäftigt hat, ist der Veröffentlichungstermin ein vorläufiger Schlusspunkt und die Erleichterung darüber körperlich spürbar. Nicht umsonst heißt dieses Ereignis im englischen Sprachgebrauch „Release“, man kann bzw. muss endlich loslassen. Album und Tracks sind draußen, werden erstmals von anderen gehört, werden im besten Fall einen Eindruck hinterlassen, eine Wirkung entfalten. Sie befinden sind auf dem Weg und werden mit der Zeit ein Eigenleben entwickeln. Irgendwann später wird man ihnen als alte Weggefährten wiederbegegnen, vorläufig aber nur als Songmaterial, das ich regelmäßig als Bandmusiker singe und spiele, das reicht erstmal. Weiterlesen

Simon-Philipp Vogel über „Graduation“ & „Celebration“

Seit 2013 betreibt der Würzburger Liedermacher Simon-Philipp Vogel einen eigenen Blog. Dem hat er gerade ein neues Layout verpasst, zusätzlich zu den Textbeiträgen werden in Zukunft auch regelmäßig selbstproduzierte Podcasts veröffentlicht. Zum konzeptuellen Neustart wurde u.a. eine Kurzkritik zum Doppelrelease der Würzburger Tanz- & Cocktailband Musikstudenten verfasst:

„Zwanzig Jahre haben die ‚Musikstudenten‘ nun schon auf dem Buckel und man könnte augenzwinkernd sagen, dass die Musiker nach vierzig Semstern nun endlich mal den Abschluss erreicht haben sollten. Dass die ewigen Studenten jedoch längst den Lehrlingsschuhen entwachsen sind, haben Sie nun wieder unter Beweis gestellt. Dem Bandjubiläum folgend wurde daher nicht gekleckert, sondern gleich geklotzt. Ein Doppelalbum sollte es sein, das zuerst den fiktiven Abschluss vorgibt (Graduation) um dann die Feierlichkeiten einzuläuten (Celebration).
Die Männer um Frontmann Dennis Schütze spielen dabei in alter Studentenmanier wieder Klassiker, Evergreens und aktuelle Hits in der gewohnten Besetzung (Gitarre, Schlagzeug, Kontrabass und Blasinstrumente) ein. Dabei geht einem das altbekannte “What a wonderful World” genauso gut ins Ohr, wie Ed Sheerans aktueller Hit “Shape of you”. Persönlich treffen die aktuellen Hits meinen Geschmack sogar mehr, da es den allzeit Akademikern wunderbar gelingt den Radiopop der heutigen Zeit in die klassische Besetzung zu übertragen. Das wirkt geradezu neu und man entdeckt die beinahe totgespielten Lieder wieder. “Every day discovering something brand new”, wie es Ed Sheeran formulieren würde.
Ganz besonders in mein Herz gespielt haben sich dann noch “Hungry Heart” von Bruce Springsteen und “Summer in the City” von The Lovin‘ Spoonful. Die beiden Nummern gehen den Studenten so leicht von der Hand, dass es eine wahre Freude ist.“

Simon-Philipp Vogel

Musikalben, die ich gerade höre (Juni 2018)

Hier eine Liste von Musikalben, die im Juni 2018 mein Interesse geweckt haben und die ich gerade höre (in nicht hierarchischer Reihenfolge).

Aktuell:
Lake Street Dive: „Free Yourself Up“ (2018)
Old Crow Medicine Show: „Volunteer“ (2018)
Ry Cooder: „The Prodigal Son“ (2018)

Wiederentdeckt:
Roy Orbison: „Roy Orbison Sings Lonely and Blue“ (1961)
Scrapper Blackwell: „Mr. Scrapper’s Blues“ (1962)
Dolly Parton „Jolene“ (1974)
Reef: „Glow“ (1997)

Album: „The Repercussions of Joy & Pain“ von SouL Elements

Als ich am letzten Samstagmorgen vor die Tür trat um meinen Wagen für ein eigenes Konzert am Abend zu beladen, traf ich innerhalb kürzester Zeit eine Menge netter Nachbarn aus dem Viertel und hielt nacheinander kleine Schwätzchen ab. Zuerst mit einer indisch-stämmigen Südafrikanerin, direkt danach mit der Künstlerin Ines Schwerd und als drittes mit dem afro-amerikanischen Rapper SouL. Er wohnt schon lange im selben Stadtteil wie ich und immer wenn wir uns alle paar Monate mal sehen quatschen wir miteinander, obwohl wir uns eigentlich nur vom Sehen kennen. Diesmal drückte er mir am Ende unseres erquicklichen Gesprächs sein neuestes Album in die Hand. „The Repercussions of Joy & Pain“, ein Album mit 12 eigenen Tracks erschien Anfang des Jahres als CD, Download & Stream, produziert wurde mit Andreas „Wooshman“ Meyer. Weiterlesen