Buch: „Gebrauchsanweisung für Iran“ von Bita Schafi-Neya

Nach den üblichen Verdächtigen behandelt die Ratgeberbuchreihe „Gebrauchsanweisung für …“ des Piper Verlags inzwischen auch die nicht ganz so naheliegenden Reiseziele. Eben erschienen ist die „Gebrauchsanweisung für den Iran“, ein Land, das aus mitteleuropäischer Sicht in den letzten Jahrzehnten in erster Linie mit Krisen und Krieg verbunden wurde.
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Buch: „In Mexiko“ von Andreas Altmann

Nach durchwachsenen Lebensratgebern („Gebrauchsanweisung für die Welt“ (2012), „Gebrauchsanweisung für das Leben“ (2017)) arbeitet der deutsche Reisebuchjournalist und Buchautor Andreas Altmann endlich wieder in seinem ureigentlichen Fachgebiet. In seiner Reisebeschreibung „In Mexiko – Reise durch ein hitziges Land“ erzählt er von seinen persönlichen Erlebnissen und Eindrücken und liefert einen soliden und lebendigen Text, einen klassischen Altmann ab. Weiterlesen

Über Musik als Rettung

„Doch irgendwann, es dunkelt bereits und die Straßen der Innenstadt sind schon verlassen, entdecke ich den einen, der es geschafft hat. Er gehört zu jenen, die Glück verschenken: Den Nachmittag über spielte er für Geld das übliche Mainstream-Tralala, aber nun spielt er für sich – und mich, seinen unsichtbaren Zuhörer. Der junge Mensch, vielleicht 30, hat seine Waffe gefunden, den einen Notausgang: Musik. Auf Noten entkommt er seinem Leben. Sie schweben, und er zieht hinterher. Nichts soll ihn mehr einholen, er will abhauen, und keiner folgt ihm, keiner verfolgt ihn, kein Kummer, keine Wut, keine Kugel. Wie in einem Zeichentrickfilm: Ein Schnitt, und der Hauptdarsteller verschwindet in Sphären, für deren Erleben andere sich vollsaufen oder Drogen spritzen müssen. Er nicht, er flötet sich davon. Mit einem Wimpernschlag ist er die Welt los. […] Der Mann und sein seliges Gesicht, unberührbar jetzt, verzaubert, so beneidenswert. Ach Kunst, ach die glorreichste Erfindung der Menschheit.“

Andreas Altmann: „In Mexiko“, S. 91

Buch: „Mit dem Schulbus in die Wildnis“ von Heike Praschel

Von 2010-2012 war Heike Praschel bereits mit ihrer Familie (Ehemann, zwei Töchter) mit einem umgebauten Mercedeslaster quer durch Europa, halb Asien und in Nordamerika auf Reisen und hat darüber ausführlich in der Reisechronik „Weltenbummler“ (2014) berichtet. Von Juni 2016 bis Juni 2017 gab es nun eine Fortsetzung entlang der Westküste Amerikas zuerst Richtung Norden durch Kanada bis Alaska und von dort aus zurück Richtung Süden bis Mexiko. Die Erlebnisse wurden abermals in tagebuchartigen Einträgen festgehalten und erscheinen unter dem Titel „Mit dem Schulbus in die Wildnis“ (2018).

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Noten: „Saitenwege nach Südamerika 1&2“ von Michael Langer

 

 

 

 

 

 

 

Michael Langer ist vielseitiger Gitarrist, renommierter Instrumentallehrer und ein emsiger Herausgeber und Arrangeur diverser Notenausgaben. Bei Edition DUX erscheinen regelmäßig Gitarrenschulen, Spielanleitungen und Stückekompilationen. Weiterlesen

Foto: Impressionen zwischen Erlabrunn, Leinach und Greußenheim (2018), Teil 1

Bereits am Samstag bin ich eine für mich neue Feierabendtour mit dem Fahrrad abgefahren, die ich zuvor auf einer Radkarte ausgetüftelt hatte. Sie führt von Würzburg entlang des Mainradwegs bis Erlabrunn, von da in den hinteren Weinberg, über die Felder (mit Blick bis Retzbach) im weiten Bogen nach Leinach. Dann hinten rum zuerst steil bergauf, dann lang gestreckt bergab über die weiten Kornfelder nach Greußenheim. Dort hinter der Kirche raus aus dem Dorf führte der lückenhaft beschilderte, aber offizielle Radweg in die Liegenschaften der Religionsgemeinschaft „Universelles Leben“ und es tut sich ein auffällig anderes Landschaftsbild auf. Schön, aber irgendwie auch unwirklich. Von da weiter über einsame Felder und oberhalb von Margetshöchheim abwärts durch ein langgezogenes Wäldchen ins Maintal und zurück nach Wü. Könnte meine neue Stammstrecke werden (2h). Hier ein paar Fotos.

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