Buch: „König der Hobos“ von Fredy Gareis

Nach „Tel Aviv – Berlin“ (2014) und „100 Gramm Wodka“ (2015) hat sich der deutsche Reiseautor Fredy Gareis mit „König der Hobos“ (2018) ein außergewöhnliches Thema vorgenommen. Als Nicht-Amerikaner reiste er zur jährlichen Wahl der King & Queen of the Hobos in die Kleinstadt Britt, Iowa um Zugang und Anschluss zu finden an echte US-amerikanische Hobos, also der Gruppe von armen Vagabunden, Landstreichern und Wanderarbeitern, die seit mehr als hundert Jahren illegal als blinde Passagiere auf Frachtzügen kreuz und quer über den Kontinent (mit-)fahren. Weiterlesen

Foto: Impressionen zwischen Bad Kissingen, Hammelburg, Gemünden und Würzburg (2018), Teil 1

Am Freitag hatte ich gegen Mittag einen beruflichen Termin in Bad Kissingen und das habe
ich im Anschluss für eine längere Tagesradtour genutzt. Von Würzburg habe mich und mein Fahrrad erstmal mit der Regionalbahn in einer knappen Stunde über Schweinfurt nach Bad Kissingen fahren lassen, vorbei an ausgedehnten Feldern und blühenden Bäumen und Sträuchern. Vom etwas höher gelegenen Bahnhof ging’s in die Innenstadt zum Termin. Als das erledigt war und zog ich mich rasch um und fuhr zum Startpunkt der eigentlichen Tour runter zur Ludwigsbrücke an die fränkische Saale auf die andere Seite des Flusses, wo der offizielle Radweg beginnt.

Von da aus bin ich bei bestem Wetter und wenig Verkehr flussabwärts geradelt. Der Weg führte von Kissingen über Euerdorf nach Hammelburg, von da über Gräfendorf nach Gemünden. Bis dahin waren es bereits ziemlich genau 50km, das war weiter, als ich vorab geschätzt hatte. Die vielen Flusswindungen hatten die Strecke länger gemacht, als ich es auf der Karte abgeschätzt hatte, dazu kam das warme Wetter. Am Anfang der Strecke bewegte sich der Weg noch viel im Schatten, aber bald folgten ausgedehnte Abschnitte in der prallen Nachmittagssonne. Ich hatte leichtsinnigerweise nichts zu trinken dabei und musste ca. alle 90 Min. anhalten und mit Nachschub in einem Supermarkt beschaffen. Ich war ganz überrascht wie viel Durst ich hatte, insgesamt trank ich ca. 5 Liter Flüssigkeit und als ich abends zu Hause angekommen war hatte ich tatsächlich immer noch Durst!

In Gemünden angekommen, fuhr ich gleich weiter Richtung Süden bis nach Karlstadt und kam da auf der allerletzten Rille an. Ich machte 20 Min Pause am Marktplatz, dann ging’s über die Brücke auf die andere Mainseite in den willkommenen Schatten und weiter über Zellingen nach Margetshöchheim. Kleine Meditation am Mainufer, dann nahm ich meine letzten Kräfte zusammen und radelte die letzten Kilometer zurück nach Würzburg. War etwas zu weit für eine lockere Tagestour, die Sonne hat mir etwas meine Arme verbrannt, aber besonders der erste Teil der Strecke im Landkreis Bad Kissingen war wunderschön, idyllisch und auch etwas abgeschieden. Erst auf dem Mainradweg kamen mir die ersten Radler entgegen. Hier ein paar Fotos, Teil 2 folgt morgen!

Tour: Ochsenfurt – Schillingsfürst, Dinkelsbühl – Rothenburg – Würzburg (2018)

Anfang vergangener Woche habe ich zwei kleine Radtouren unternommen um mich nach dem langen Winter auf die neue Saison und eine längere Strecke vorzubereiten. Am Freitag von Würzburg nach Dinkelbühl, am nächsten Tag wieder zurück. Ich fühlte mich allerdings noch nicht ganz fit und entschied daher zur Entlastung die ersten 20km nach Ochsenfurt mit der Regionalbahn zu fahren, dort traf ich bei schönstem Sonnenschein, aber kühler Temperatur auf meinen Mitfahrer A.

Vom Bahnhof ging’s direkt zum Gaubahnradweg, der nach einem leichten Anstieg entlang einer umgebauten ehemaligen Bahnstrecke durch den Ochsenfurter Gau bis nach Bieberehren im Taubertal führt. Sobald wir die Anhöhe erklommen hatten, wehte uns ein unangenehm kalter Gegenwind direkt ins Gesicht. Und das sollte die komplette weitere Fahrt so bleiben. Bis nach Creglingen ging’s ganz gut, dann spürte ich langsam die Kräfte schwinden. Bis Rothenburg fuhr ich auf der Straße im Windschatten meines Tourpartners, dort hatten wir etwas mehr als die Hälfte geschafft und legten bei Kaffee & Kuchen eine kleine Pause ein.

Ich war von dem Gegenwind und der Kälte ziemlich erschöpft und nahezu appetitlos, was sehr ungewöhnlich für mich ist, ging dann aber irgendwie, also weiter, rauf zur Altstadt, von da aus über nahezu freies Feld und starkem Gegenwind weiter nach Diebach. Weiterlesen

Magazin: Rundherum Main-Spessart

Im Sommer 2017 fand das Fahrradblogprojekt „Rundherum Main-Spessart“ statt, bei dem in knapp zwei Wochen der Landkreis MSP umrundet und täglich ein bebildeter Blogbericht veröffentlicht wurde. Als zusammenfassender Rückblick ist nun das Printmagazin „Einmal um den Landkreis: Eine Entdeckungsreise“ mit vielen Fotos, Ausschnitten aus Blogartikeln und ergänzenden Sachtexten erschienen. Das Magazin ist kostenlos beim Regionalmanagement des Landkreis MSP, online auf der Projekthomepage oder hier als PDF erhältlich.

Mein Nach-/Schlusswort aus dem Magazin: „Die Tour für das Fahrradblogger-Projekt „Rundherum Main-Spessart“ führte mich im an zehn aufeinanderfolgenden Tagen im Hochsommer entlang der Außengrenzen des Landkreises einmal rundherum. Inhaltliches Konzept, Streckenführung und Übernachtungen waren von den freundlichen Damen des Regionalmanagements sorgfältig ausgearbeitet worden. Als es an Tag 1 in Obersinn los ging zur ersten Etappe, war allerdings offen wie die Entdeckungsreise genau verlaufen würde: Wohin würde der Weg mich führen? Welche Landschaften würde ich durchradeln? Was würde ich sehen und erleben? Welchen Menschen würde ich begegnen? Wer würde mit mir reden und was würde mir erzählt werden? Wie leben die Menschen im Landkreis Main-Spessart und was bewegt sie? Weiterlesen

USA: Burgers, Beer & Barrells

Das Schuljahr 1988/89 verbrachte ich als Austauschstudent in den USA. Im Laufe der 10. Klasse hatte ich mich an verschiedene Organisatoren gewandt und eine Art Auswahlverfahren durchlaufen. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass sie so gut wie jeden genommen haben, immerhin zahlte man für die Organisation des Aufenthalts gutes Geld. Es war dann irgendwann klar, dass es in den Sommerferien nach Ende des laufenden Schuljahrs losgehen sollte. Wir hatten Fotos von mir und meiner Familie gemacht und einen Fragebogen mit Angaben zu meinen Vorlieben und Hobbys ausgefüllt und waren gespannt welche US-amerikanische Familie sich für mich entscheiden würde. Ausgerechnet zu der Zeit gab es aber wohl mehr Bewerber als Gastfamilien und so dauerte und dauerte es. Das Schuljahr war zu Ende gegangen und immer noch hatte ich keine Ahnung, wo es in wenigen Wochen hingehen würde. Irgendwann kam dann doch die Nachricht. Ein junges, frisch verheiratetes Paar in der Kleinstadt South Point am südlichsten Ende des Bundesstaates Ohio würde mich aufnehmen. Er war Recruiting Sergeant der US Army, seine Gattin war Hausfrau. Zu einem Telefonat oder einer anderen Kontaktaufnahme kam es im Vorfeld nicht mehr. Ich packte meine Sachen, verabschiedete mich von Freunden und Familie und stieg in München Riem in den Flieger. Weiterlesen

Skywalk Würzburger Stein (2018)

Unterhalb des Bismarckwäldchens auf meinem Haus(Wein)berg Würzburger Stein wird gerade ein moderner Skywalk, also eine Panoramabrücke für Fussgänger, errichtet. Sie ist fast fertiggestellt und ich habe sie vor der offiziellen Eröffnung schon mal betreten. Hat was!

Bleibt nur die Frage, wer die gut 100 Höhenmeter zu Fuss raufläuft um die Aussicht zu genießen, denn mit dem Auto kommt man nicht hin. Es dürfte weiterhin ein einsamer Ort bleiben, vielleicht ist das aber gar nicht so verkehrt.

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Buch: „Mein Jahr im Wasser“ von Jessica J. Lee

Jessica J. Lee, geboren 1986 in Ontario, Kanada, ist die Tochter walisischer und taiwanischer Einwanderer. Nach der Schule führten sie akademische Studiengänge nach Neuschottland, von da nach London und schließlich in die deutsche Hauptstadt Berlin. Hier arbeitete sie still und einsam am schriftlichen Teil eines Promotionsstudiengangs. Zum körperlichen Ausgleich zur intensiven, geistigen Arbeit besuchte sie über ein Jahr und vier Jahreszeiten hinweg 52 verschiedene Seen in und um Berlin. Meist waren es Tagesausflüge mit Bus, Bahn und/oder Fahrrad, alleine oder zusammen mit Freunden und jedesmal stieg sie bei der Gelegenheit ins Wasser und schwamm eine Runde. Egal ob warm oder kalt, sonnig oder windig, Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Weiterlesen

Ausblick 2018

Album: „Zero Pop“ von Sandra Buchner (Feb 18)
Die Würzburger Sängerin Sandra Buchner ist in einer produktiven Lebensphase. Nach „SB sings MJ“ vom Frühjahr 2017 (s.o.) fanden Ende des Jahres diverse Aufnahmesessions für das Nachfolgeralbum „Zero Pop“ mit Popsongs der Nuller-Jahre statt. Zwei selbsterstellte Videos sind bereits erschienen, weitere werden folgen, das Album dazu kommt im Feb.
Video: „The A Team“
Video: „Chasing Cars“

Albumproduktion: „MS Classic“ von Musikstudenten (Frühjahr 18)
Songauswahl und Vorproduktion sind bereits abgeschlossen, einen Tag nach 3K werden an einem Studiotag in Bretten drums & kbass für 16 Nummern reingehämmert (von Dominik Raab & Friedrich Betz). Danach werden Voc, Git und Sax gemütlich in Würzburg eingespielt. Die Tracks umfassen, quasi als Gegenentwurf zu den MS-Alben und Videos der jüngsten Zeit, bewährte Klassiker aus 20 Jahren Bandgeschichte in reduzierten Arrangements ohne Tricks und doppelten Boden. Zu den meisten der Tracks werden im Verlauf von 2018/19 Videos erscheinen. Klingt nach viel Arbeit, wird aber auch viel Spaß machen!

Albumproduktion: „I’m still here“ von Dennis Schütze (Frühjahr 18)
2014 erschien das letzte Dennis Schütze-Album mit eigenen Songs. Für 2018 ist der Nachfolger mit 10-12 brandneuen Tracks geplant, mit dabei auch zwei Instrumentalnummern und ein mit Sounds unterlegtes Rezitat. Produktionstechnisch soll es modern, elektrisch und rau werden. Einige der neuen Songs sind sehr riff-orientiert und post-rockig. Operiert wird ausschließlich mit echten Instrumenten und Real-Amps, neue Verzerrer-, Fuzz- und Reverbpedale wurden bereits angeschafft. Erscheint wohl in der zweiten Jahreshälfte, evtl. zusätzlich zu Download und Stream diesmal auch als traditionelle Audio-CD.

Reise (Sommer 18)
Wo mich das Reisefieber 2018 hinführt, vermag ich noch nicht zu sagen. Vermutlich werde ich mich jedoch spontan für eine Himmelsrichtung entscheiden und dann einfach mit dem Fahrrad und leichtem Gepäck losradeln. Die Erfahrung bei der Rundherum-Tour (s.o.) war so einzigartig, dass es so ähnlich weitergehen darf. Allerdings diesmal keine Rundreise und nicht ausschließlich in der Region, dafür aber wieder ziemlich sicher allein und ohne digitale Hilfsmittel (GPS etc.), vermutlich geht es an einigen Flüssen entlang in die Ferne (Nordwesten oder Südosten).

Weitere Produktionen: Über die genannten Veröffentlichungen hinaus kommt es vielleicht zu weiteren Aufnahmen & Produktionen. Denkbar wären z.B. ein zweiter Teil des Jim-Croce-Tribut-Albums, ein Live-im-Studio-Album der Dennis Schütze Combo (Arbeitstitel “Electric Project”), in der zweiten Jahreshälfte ein Album “Dennis Schütze: Early Works” mit frühen, bisher unveröffentlichten Songs. Dazukommen evtl. noch Einzelsongproduktionen, Produktionsaufträge, Impro-Sessions und diverse Videos. Stay tuned!

Abschließend möchte ich mich für Eure Unterstützung und Interesse bedanken und ein gesundes, erfolgreiches und gutes Jahr 2018 wünschen.
Mit den allerherzlichsten Grüßen
Dennis Schütze