Noten: „Schumann for Guitar“ von Martin Hegel (Hg.)

Robert Schumann zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Figuren der deutschen Romantik. Er wurde 1810 in Zwickau geboren und wirkte als Komponist, Musikkritiker und Dirigent. Sein kompositorisches Werk umfasst Klaviermusik, Lieder, Orchestermusik (vier Sinfonien), Kammermusik, Chormusik und eine Oper. Er bezeichnete sich selbst als Tondichter und strebte nach einer zukunftsträchtigen, poetischen Musik. Nach einem Leben, das von etlichen persönlichen Krisen geprägt war, starb er 1856 nach einem missglückten Selbstmordversuch in geistiger Umnachtung in einer Anstalt in Endenich bei Bonn. Weiterlesen

Buch: „Is This The End?“ von Georg Seeßlen

Georg Seeßlen ist freier Autor, Feuilletonist und Film- und Kulturkritiker. Seit den 1970er Jahren hat er jedes Jahr zum Teil mehrere Bücher zu Regisseuren, Filmen oder ganzen Filmgenres veröffentlicht. Lynch, Scorsese, Tarantino, von Trier, es gibt kaum ein filmerisches Sachgebiet zu dem sich Seeßlen noch nicht ausführlich geäußert hat. Dazu kommen seine Artikel für etliche deutsche Leitmedien wie Die Zeit, taz, Frankfurter Rundschau, Freitag oder Jungle World. Immer wieder schreibt Seeßlen aber auch essayartige Schriften zu kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Essaysammlung „Is this the End? Pop zwischen Befreiung und Unterdrückung“ erscheint gerade beim umtriebigen deutschen Indie-Verlag Tiamat. Weiterlesen

Noten: „2 Finger Banjo“ von Sebastian Schröder (2)

Mit seinem Buch „Banjo spielen!“ hat Sebastian Schröder im Jahr 2016 ein wohl informiertes und beeindruckend umfangreiches Debut für Selbststudium und Unterricht vorgelegt. Didaktisch aufbereitet und in angenehmen Ton werden hier  wesentliche Aspekte und stilbildende Spielweisen des Instruments verständlich und nachvollziehbar erklärt. Nach diesem allgemein Werk hat Schröder sich nun einem sehr speziellen Thema zugewandt. Es geht um den alten, fast schon archaischen Folkspielstil 2-Finger-Banjo, der neben Clawhammer und Bluegrass/Scruggs geradezu ein Nischendasein fristet und das völlig zu Unrecht, denn es handelt sich dabei um eine einfache, aber dennoch sehr effektive Spielweise. Weiterlesen

Buch: „Ohne Glück kein Erfolg“ von Robert H. Frank

Die meisten Menschen im vorangeschrittenen Alter stellen sich bei einem Rückblick auf zurückliegende Wendungen im eigenen Leben hin und wieder die Fragen wie ist es dazu gekommen und was wäre gewesen wenn bzw. wenn nicht. Das gilt nicht nur für den privaten Bereich, auch die berufliche Entwicklung und persönlicher Erfolg hängen oftmals von lächerlichen Zufällen ab, wären ohne günstige, aber meist völlig ungeplante Begegnungen und Begebenheiten total anders verlaufen oder hätten vielleicht gar nicht stattgefunden. Obwohl vermutlich jeder Mensch dazu Beispiele aus seiner eigenen Biografie aufzählen könnte, wird nach außen hin gerne so getan als gründe jeglicher berufliche Erfolg allein auf eigenen Fleiß und Leistungsbereitschaft. In seinem aktuellen Buch „Ohne Glück kein Erfolg“ geht der renommierte US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Robert H. Frank der Frage nach, welche Rolle der Zufall im beruflichen Leben in der Leistungsgesellschaft spielt. Weiterlesen

Album: „Heimkehr“ und Buch: „Im Stillen“ von Max Prosa

2012 erschien das Albumdebut „Die Phantasie wird siegen“ des Berliner Songschreibers und Sängers Max Prosa und sorgte darauf für etwas Wirbel. Platz 20 der deutschen Albumcharts, euphorische Vergleiche mit dem jungen Bob Dylan, das Feuilleton war begeistert. Es folgten zwei weitere Alben (2013, 2017), aber irgendwie war das Strohfeuer schnell abgebrannt und der mediale Hype bald vorbei. Nach etlichen deutschlandweiten Tourneen zieht Prosa nun eine Art künstlerische Zwischenbilanz und veröffentlicht, quasi als multimedialen Doppelschlag, das reduzierte Akustikalbum „Heimkehr“ und die Textsammlung „Im Stillen“ mit Lyrik, Lieder & Erzählungen. Weiterlesen

Album: „Tangents“ von Gary Peacock Trio

Der US-amerikanische Kontrabassist Gary Peacock (*1935) kann auf ein bewegtes und facettenreiches Leben zurückblicken. Nach seinem Militärdienst, den er in Deutschland absolvierte, lebte er an der amerikanischen Westküste, darauf in New York, Japan und Seattle. Im Laufe seines Lebens durchlief er auch einige persönliche Metamorphosen: Er startete als Pianist, wechselte dann zum Kontrabass, war einige Jahre ZEN-Schüler und studierte im Alter von 40 Jahren Biologie. Als Bassist arbeitete er seit den sechziger Jahren mit allem was Rang und Namen hat: Barney Kessel, Art Pepper, Bill Evans, Miles Davis, Keith Jarrett u.v.a.m., oft agierte er als Sideman in den Ensembles anderer, seit 1970 hat er jedoch auch als Bandleader ein gutes Dutzend Alben eingespielt. Ab 1977 erschienen sie alle auf dem deutschen Ausnahmelabel ECM. Weiterlesen

Buch: „Kultsounds“ von Immanuel Brockhaus

Immanuel Brockhaus ist Keyboarder und Dozent an der Hochschule der Künste in Bern. 2001 baute er dort den Studiengang „Musik & Medienkunst“ auf, seit 2003 ist er Leiter des Masters „Pop & Rock“. Als Spätberufener legte er erst zehn Jahre später (2013) im Alter von über 50 Jahren seinen eigenen Master ab und wurde 2016 promoviert. Mit der umfangreichen Schrift „Kultsounds“ kommt er nun der Veröffentlichungspflicht als letztem Schritt seines Promotionsstudiums nach. Zuvor waren das Arbeits- und Lernbuch „Der Piano- und Keyboardprofi“ (Leupelt, 2008) und dessen Überarbeitung „Der Keyboardprofi“ (Transcript, 2016) erschienen. Weiterlesen

Amazon Top 500 Rezensent

Seit Ende 2015 gehöre ich bereits zu den Top 1000 Rezensenten bei Amazon, vor einigen Tagen bin ich erstmals in die Top 500 gerutscht. Der genaue Platz kann sich zwar täglich ändern, ich habe mich aber in den hohen 400ern stabilisiert. Heute bin ich z.B. #499, also denkbar knapp unter der Schwelle. In den letzten Jahren habe ich insgesamt 346 Rezensionen zu Büchern und Musikalben veröffentlicht und dafür 1701 hilfreiche Bewertungen von anderen Kunden bekommen. Weiterlesen

Buch: „Das Tagebuch der Anne Frank“ von Anne Frank, Ari Folman & David Polonsky

Ari Folman ist Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent und wurde als Sohn polnischer Holocaust- Überlebender in Haifa geboren. 2008 dreht er über eigene traumatische Erinnerungen aus dem Libanonkrieg (1982) den animierten Dokumentarfilm „Waltz with Bashir“, der als bester fremdsprachiger Film für den Oskar nominiert wurde. David Polonsky stammt aus Kiew und ist preisgekrönter Illustrator und Comiczeichner. Weltbekannt wurde er durch seine Arbeit für den o.g. Film und die gleichnamige Graphic Novel. Weiterlesen

Album: „Until the Evil Ghost is gone“ von The Moonband

The Moonband ist eine Münchner Indie Folk Band. Seit ihrer Gründung 2007 hat die sympathische Formation auf der Straße, in Kneipen und Bars musiziert und vier Alben mit eigenen Songs eingespielt. 2017 haben sie ihr Album „Until the Evil Ghost is gone“ mit zehn neuen Tracks vorgestellt. Weiterlesen