OP: Resurrexit (KW02/2019)

Vor etwas mehr als sechs Wochen wurde im Zuge einer OP mein gerissenes Kreuzband im rechten Knie mit einer körpereigenen Sehne ersetzt. Gemäß meinem physiotherapeutischen Nachbehandlungsplan habe ich nun sechs Wochen tagsüber eine post-operative 4-Punkt Orthese getragen, nachts eine Mecronschiene, habe zur Fortbewegung immer Krücken verwendet und das operierte Bein nur mit 20% belastet. Und ich kann sagen: es war genauso lästig, wie es sich liest und wie ich es mir vorab vorgestellt habe. Ich war im wahrsten Sinne des Wortes behindert, jede Art der Fortbewegung war beschwerlich, wackelig und gefährlich, deswegen bin ich die meiste Zeit daheim geblieben und habe abgewartet. Habe gelesen (Zeitung, Bücher) und Filme angesehen (Spielfilme, Serien, Dokumentation), zum Musik hören fehlte mir die Muse. Weiterlesen

Rückblick 2018

Die Zeit „zwischen den Jahren“ möchte ich wie immer für einen kurzen Rückblick auf das vergangene und einen Ausblick auf das kommende Jahr nutzen, denn es gab einige erwähnenswerte Aktivitäten und Produktionen, an denen ich beteiligt war.

Rückblick 2018:

Album: „Zero Pop“ von Sandra Buchner (Feb 18)
Im Frühjahr erschien das Mini-Album „Zero Pop“ von Sandra Buchner mit sechs ausgewählten Songs der Zweitausendnuller-Jahre. Instrumente: Dennis Schütze (A/E-Git, Uke, Piano, EBass, Perc, Schlagzeug), Mix & Master: Jan Hees, Produktion: Dennis Schütze. Trackliste: 01. The A Team (Ed Sheeran), 02. Chasing Cars (Snow Patrol). 03. Valerie (Amy Winehouse), 04. Stop & Stare (One Republic), 05. Can’t Stop The Feeling (Justin Timberlake), 06. Perfect (Ed Sheeran).
Video: „The A Team“
Video: „Chasing Cars“
Video: „Valerie“
Video: „Perfect“

Album: „Graduation“ & „Celebration“ (Mai 18)
Nach Gründung zu Studienzeiten feierten Die Musikstudenten im Jahr 2018 ihr 20-jähriges Bestehen. Ihre besondere Mischung aus internationaler Unterhaltungsmusik in akustischer Jazzcombo-Besetzung spielen sie bei Hochzeiten, Geburtstagen und Familienfeiern, aber auch bei gediegenen Weinfesten, Kleinkunstbühnen und Jazzclubs im In- und Ausland (Frankreich, Österreich, Schweiz). Zum Jahresanfang haben sie in einer knackigen Aufnahmesession ihre Lieblingslieder der letzten zwei Jahrzehnte eingespielt und auf den zwei Alben „Graduation“ & „Celebration“ als Download und Stream veröffentlicht. Graduation: 01 Bring It On Home, 02 Halleluja, I Love Her So, 03 Crocodile Rock, 04 The Sidewinder, 05 What A Wonderful World, 06 Help Me, Rhonda, 07 Rhythm Of The Rain, 08 Mo‘ Better Blues, 09 Love Yourself / Celebration: 01 Just A Gigolo, 02 Faith, 03 Hungry Heart, 04 Chitlins Con Carne, 05 When You Say Nothing At All, 06 Summer In The City, 07 Sway, 08 Tequlia, 09 Shape Of You Die Musikstudenten: Dennis Schütze (vocs, git, piano), Fritz Wenzel (sax), Friedrich Betz (kbass), Dominik Raab (drums), Gäste: Thomas Nees (trp) & Jawed Iqbal (perc) Arrangement, Aufnahme & Produktion: Dennis Schütze, Mix & Master: Jan Hees
Video: „Tequila“
Stream: „Chitlins Con Carne“

Reise: Fahrradtouren (Sommer 18)
Nach ersten Langstreckenerfahrungen im Jahr 2017 wurde das warme und trockene Folgejahr endgültig zur ewigen Fahrradtourensaison. Den entscheidenden Schub gab die Anschaffung des Gravelbikes Canyon Inflite AL (Shimano Ultegra). Lange Touren waren u.a. Wü-Dinkelsbühl-Wü, Bad Kissingen-Wü, Wü-TBB-Wü und wöchentliche Rundfahrten in Unterfranken. Das letzte Quartal war dann leider überschattet vom Kreuzbandriss am rechten Knie.
Tour: Ochsenfurt-Schillingsfürst-Dinkelsbühl-Rothenburg-Würzburg
Tour: Impressionen zwischen Bad Kissingen, Hammelburg, Gemünden & Würzburg, Teil 1
Tour: Impressionen zwischen Bad Kissingen, Hammelburg, Gemünden & Würzburg, Teil 2
Tour: Impressionen zwischen Erlabrunn, Leinach und Greussenheim, Teil 1
Tour: Impressionen zwischen Erlabrunn, Leinach und Greussenheim, Teil 2

Singles & Videos: Simon-Philipp Vogel, Sandra Buchner & Mandy Stöhr (18)
Neben diversen Alben (s.o.) sind 2018 etliche Singletracks in Form von Videos und Streams erschienen (Produktion: Dennis Schütze).
Der Würzburger Liedermacher Simon-Philipp Vogel veröffentlichte zwei eigene Songs:
Video: „In unserer Hand“
Stream: „Stimme“

Die Würzburger Sängerin Sandra Buchner präsentierte Interpretationen von „Another Love“ (Tom Odell) und „Dream Angus“ (Trad.):
Video: „Another Love“
Video: „Dream Angus“

Die Würzburger Sängerin Mandy Stöhr präsentierte ihre Versionen von „Gras“ (Gundermann) und „Scarborough Fair“ (Trad.):
Video: „Gras“
Video: „Scarborough Fair“

Live: Gigs, Konzerte, Engagements (18)
Die laufenden Bandprojekte Dennis Schütze Band und Die Musikstudenten hatten im Jahr 2018 wenig öffentliche Auftritte. Trotzdem gab es insgesamt mehr Termine als jemals zuvor: Galaabende, Tanzbälle, Firmenfeiern. Allein 20 Mal spielten die Musikstudenten in Triobesetzung als On-Board-Entertainment auf Hotel-Schiffen einer internationalen Reederei. Zumeist in Würzburg, zusätzlich auch in Schweinfurt, Haßfurt und Frankfurt u.a. mit Zu- & Ausstieg an so ziemlich allen Staustufen zwischen Bamberg und Wertheim. So waren oft genug An- & Abfahrt bereits ein Abenteuer für sich. Verbunden damit waren viele Konzertsituationen vor internationalem Publikum (USA, Kanada, Kiwi, Südamerika). Nächstes Jahr geht’s genauso weiter, thank you for having us!
Blog-Artikel: River Duchess

Dennis Schütze Blog
Im „Dennis Schütze Blog“ erschienen im Jahr 2018 fast 300 Artikel. Das Spektrum umfasste Buchrezensionen, Albumkritiken, Hinweise zu Notenpublikationen, Tourenberichte, Fotostrecken, Kurzgeschichten, zusammengenommen Themen, von denen ich glaube, dass sie für Sympathisanten, Musikerkollegen, Freunde, Bekannte und Schüler interessant sein könnten. Getreu dem Motto „Reise Foto Pop Musik Kultur“. http://www.dennisschuetze.de/blog/

„Ausblick 2019“ erscheint am 1.1.2019

Mein Mediennutzungsverhalten (2018)

Anfang 2017, also vor knapp zwei Jahren, habe ich in einer Art Selbstanalyse mein Mediennutzungsverhalten offenbart. Im laufenden Jahr 2018 haben sich etliche Bestandteile massiv verändert, deswegen hier ein Update.

Internet & Blogs
Meine Lieblingsseiten im Netz sind immer noch Wikipedia, sueddeutsche.de, faz.net und einige wenige Blogs, die ich nahezu täglich verfolge. Habe RSS-Feeds, nutze sie aber nicht. Mir fällt auf, dass viele Blogs und Homepages nicht mehr gepflegt werden. Das hinterlässt bei mir ein unangenehmes Gefühl. Sind die Betreiber umgezogen? Hat sich das Interessensfeld verändert? Haben sich die Institutionen / Projekte / Bands aufgelöst? Eine Schlussbemerkung wäre da hilfreich, fehlt aber oft. Als genauso schlimm empfinde ich es, wenn Blogbetreiber zwar weitermachen, aber aufhören eigene Inhalte produzieren und nur noch fremde Inhalte verlautbaren.
Das Netz nutze ich weiterhin für Einkäufe (amazon, ebay), allerdings nicht mehr für CDs, DVDs etc., sondern für alltägliche Kleinigkeiten, für die man früher mal schnell in die Stadt gefahren ist. Musikgerätschaft und Kabel seit Jahren bei Thomann. Downloads fallen mittlerweile aus (Streaming). Weiterlesen

OP: Liegen, Schienen, Krücken (KW50/2018)

Am Freitag vor drei Wochen wurde im Zuge einer OP mein gerissenes Kreuzband im rechten Knie mit einer körpereigenen Sehne ersetzt. Drei Tage lag ich im Krankenhaus, dann durfte ich nach Hause. Die ersten Tage waren sehr beschwerlich: Schon der Weg in die Wohnung (3. Etage, Altbau, kein Aufzug) war sehr anstrengend und ich war froh, als ich endlich oben war. Die folgenden Tage verbrachte ich im Bett: Zeitung, Bücher, iPad, es war etwas langweilig, aber immerhin war ich daheim und ab Nachmitttag waren Familienmitglieder zu Besuch in meinem Zimmer, das sorgte für Abwechslung.
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OP: Nullpunkt (KW48/2018)

Am letzten Freitag wurde im Zuge einer OP mein gerissenes Kreuzband im rechten Knie mit einer körpereigenen Sehne ersetzt. Um 7.30 musste ich nüchtern und mit gepackten Sachen in der Klinik sein, ca. 3h später wurde ich endlich zur OP fertig gemacht, d.h. alle Kleidung ausziehen, dünnes Leibchen (hinten offen), Trombosestrümpfe und Kopfhaube, Rasur der OP-relevanten Körperstelle, man steht schon ziemlich nackt da, auf reine Körperlichkeit reduziert. Bei jedem Arbeitsschritt wurde ich von jedem, wirklich jedem Mitarbeiter gefragt um welches Knie (rechts oder links?) es sich denn handele. Einerseits beunruhigend („Sie wissen ja nicht, was hier alles schon passiert ist!“), andererseits genau aus demselben Grund auch beruhigend (Stichwort: aus Fehlern lernen). Ich war relativ entspannt, hatte doch der Arzt, der mich tags zuvor untersucht und aufgeklärt hatte mit schwarzem Edding dick „OP“ und einen Pfeil nach unten auf meinen rechten Oberschenkel gekritzelt. Das hatte ich daheim nicht abgewaschen, sondern schön stehen lassen, so sollten Verwechslungen eigentlich ausgeschlossen sein, dachte ich mir. Weiterlesen

OP: Kniefall (KW47/2018)

Am letzten Tag des Augusts habe ich mir bei einem lockeren, kleinen Kick mit Kindern beim Ballholen dermaßen mein rechtes Knie verdreht, dass das Kreuzband gerissen ist. Es war sehr, sehr schmerzhaft. Nach Notaufnahme, Röntgen, heftiger Schwellung, einer kleinen Ohnmacht, Schiene, Krücken, MRT, Besuch beim Orthopäden, Physiotherapie und im weiteren Verlauf etlichen Gesprächen mit anderen Betroffenen war klar, dass ich mich operieren und das Kreuzband ersetzten lassen würde. Es war aber noch viel zu tun: erstmal musste das Knie ruhig gestellt und gekühlt werden, dann langsam abschwellen, dann langsam zurückgebildete Muskeln wieder aufgebaut und das normale Gehen wieder erlernt werden.

Es standen dann einige wichtige Konzertengagement und weitere Aufgaben auf dem Plan. So habe ich den OP-Termin auf Ende November gelegt. Heute wurde ich nochmal gründlich untersucht und morgen ist es so weit: Ich werde früh morgens im König Ludwig Haus in Würzburg operiert. Danach steht mir ein beschwerlicher Weg bevor um wieder auf die Füße zu kommen. Da wird viel Geduld und Selbstdisziplin erforderlich sein. Bis weit ins neue Jahr werde ich brauchen um halbwegs wieder laufen zu können, danach geht es ein zweites Mal um den Wiederaufbau der Muskeln. Muss aber alles ganz vorsichtig passieren damit gleichzeitig der Kreuzbandersatz (körpereigene Sehne) gut einwachsen kann.

Ich will achtsam, geduldig und nachsichtig mit mir und meinem Körper umgehen. Das ist keine leichte Aufgabe für mich, aber ich werde es versuchen.

Es ist daher gerade unklar, in wie weit Zeit und Geduld für das Verfassen von Blogtexten vorhanden sein wird. Vielleicht muss ich aber auch aus Langeweile die OP und meine langsame Rekonvaleszenz dokumentieren. Mal sehen.

Sommer der Schmerzen (KW35/2018)

Schon im Juni und Juli hatte ich latenten Druck im linken Oberkiefer gespürt, aber die Zahnärztin konnte nicht mal auf dem Röntgenbild was finden. Ich redete mir ein, dass das vielleicht mit der trockenen Hitze und einem persönlichen kleinen Durchhänger zu tun haben könnte. Anfang August wurde es dann schlimmer, der Druck wandelte sich zum dauerhaften Schmerz und Ibuprofen wurden zu meinem ständigen Begleiter. Pünktlich im Urlaub dann stechend-pulsierende Schmerzen, wie ich sie noch nie verspürt hatte. In der Nacht meiner Rückkehr habe ich trotz hoher Schmerzmitteldosis kein Auge zugemacht, Samstag zum zahnärztlichem Wochenenddienst, auch der war erstmal ratlos. Mit Antibiotikum und Schmerzmitteln konnte ich wenigstens das umfangreiche, musikalische Engagement am selben Nachmittag/Abend einigermaßen durchhalten. In der Woche darauf, bei einem erneuten Zahnarztbesuch dann Wurzelbehandlung, das war heftig, aber sorgte zügig für Entlastung. Ich war dankbar für eine andere Variante des Schmerzes, der sich aber bald verzog. Danach eine Woche Ruhe. Es war die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Weiterlesen

Foto: Impressionen zwischen Erlabrunn, Leinach und Greußenheim (2018), Teil 1

Bereits am Samstag bin ich eine für mich neue Feierabendtour mit dem Fahrrad abgefahren, die ich zuvor auf einer Radkarte ausgetüftelt hatte. Sie führt von Würzburg entlang des Mainradwegs bis Erlabrunn, von da in den hinteren Weinberg, über die Felder (mit Blick bis Retzbach) im weiten Bogen nach Leinach. Dann hinten rum zuerst steil bergauf, dann lang gestreckt bergab über die weiten Kornfelder nach Greußenheim. Dort hinter der Kirche raus aus dem Dorf führte der lückenhaft beschilderte, aber offizielle Radweg in die Liegenschaften der Religionsgemeinschaft „Universelles Leben“ und es tut sich ein auffällig anderes Landschaftsbild auf. Schön, aber irgendwie auch unwirklich. Von da weiter über einsame Felder und oberhalb von Margetshöchheim abwärts durch ein langgezogenes Wäldchen ins Maintal und zurück nach Wü. Könnte meine neue Stammstrecke werden (2h). Hier ein paar Fotos.

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