Foto: Impressionen zwischen Erlabrunn, Leinach und Greußenheim (2018), Teil 1

Bereits am Samstag bin ich eine für mich neue Feierabendtour mit dem Fahrrad abgefahren, die ich zuvor auf einer Radkarte ausgetüftelt hatte. Sie führt von Würzburg entlang des Mainradwegs bis Erlabrunn, von da in den hinteren Weinberg, über die Felder (mit Blick bis Retzbach) im weiten Bogen nach Leinach. Dann hinten rum zuerst steil bergauf, dann lang gestreckt bergab über die weiten Kornfelder nach Greußenheim. Dort hinter der Kirche raus aus dem Dorf führte der lückenhaft beschilderte, aber offizielle Radweg in die Liegenschaften der Religionsgemeinschaft „Universelles Leben“ und es tut sich ein auffällig anderes Landschaftsbild auf. Schön, aber irgendwie auch unwirklich. Von da weiter über einsame Felder und oberhalb von Margetshöchheim abwärts durch ein langgezogenes Wäldchen ins Maintal und zurück nach Wü. Könnte meine neue Stammstrecke werden (2h). Hier ein paar Fotos.

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Ein Jahr danach: Blogprojekt „Rundherum Main-Spessart“

Vor einem Jahr, am 7. Juli 2017, startete das regionale Blogprojekt Rundherum Main-Spessart. Im Auftrag des Regionalmanagements umrundete ich in knapp zwei Wochen den kompletten Landkreis. Die Erlebnisse und Begegnungen wurden in täglichen Blogeinträgen in Text, Fotos & Videos festgehalten. Einige Monate später entstand aus diesem umfangreichen Material ein Printmagazin mit ergänzenden Sachtexten (kostenlos erhältlich beim Regionalmanagement des LK).

Wer die damals entstandenen Texte (nach)lesen und Fotos & Videos betrachten will, kann das auf dem offiziellen Blog des Landkreises MSP tun. Alle Einzelartikel sind zusätzlich auch auf diesem Blog erschienen. Hier die entsprechenden Links:

Etappe 1 „Sinngrund“: Obersinn bis Fellen
Etappe 2 „Spessart Nord“: Fellen bis Wiesthal
Etappe 3 „Spessart Mitte“: Wiesthal bis Bischbrunn
Etappe 4 „Spessart Süd“: Bischbrunn bis Hasloch
Etappe 5 „Maintal“: Hasloch bis Homburg
Etappe 6 „Mainfränkische Platte“: Homburg bis Retzbach
Etappe 7 „Retztal, Werntal, Arnstein Süd“: Retzbach bis Binsbach
Etappe 8 „Arnstein Nord“: Binsbach bis Obersfeld
Etappe 9 „Bachgrund“: Obersfeld bis Weyersfeld
Etappe 10 „Saaletal“: Weyersfeld bis Obersinn

Mittendrin (KW26/2018)

Ende Mai wurden die beiden Alben „Graduation“ & „Celebration“ der Würzburger Tanz- & Cocktailband Die Musikstudenten veröffentlicht. Wenn man sich monatelang, in diesem Fall ein halbes Jahr, mit einer Produktion beschäftigt hat, ist der Veröffentlichungstermin ein vorläufiger Schlusspunkt und die Erleichterung darüber körperlich spürbar. Nicht umsonst heißt dieses Ereignis im englischen Sprachgebrauch „Release“, man kann bzw. muss endlich loslassen. Album und Tracks sind draußen, werden erstmals von anderen gehört, werden im besten Fall einen Eindruck hinterlassen, eine Wirkung entfalten. Sie befinden sind auf dem Weg und werden mit der Zeit ein Eigenleben entwickeln. Irgendwann später wird man ihnen als alte Weggefährten wiederbegegnen, vorläufig aber nur als Songmaterial, das ich regelmäßig als Bandmusiker singe und spiele, das reicht erstmal. Weiterlesen

Album: „The Repercussions of Joy & Pain“ von SouL Elements

Als ich am letzten Samstagmorgen vor die Tür trat um meinen Wagen für ein eigenes Konzert am Abend zu beladen, traf ich innerhalb kürzester Zeit eine Menge netter Nachbarn aus dem Viertel und hielt nacheinander kleine Schwätzchen ab. Zuerst mit einer indisch-stämmigen Südafrikanerin, direkt danach mit der Künstlerin Ines Schwerd und als drittes mit dem afro-amerikanischen Rapper SouL. Er wohnt schon lange im selben Stadtteil wie ich und immer wenn wir uns alle paar Monate mal sehen quatschen wir miteinander, obwohl wir uns eigentlich nur vom Sehen kennen. Diesmal drückte er mir am Ende unseres erquicklichen Gesprächs sein neuestes Album in die Hand. „The Repercussions of Joy & Pain“, ein Album mit 12 eigenen Tracks erschien Anfang des Jahres als CD, Download & Stream, produziert wurde mit Andreas „Wooshman“ Meyer. Weiterlesen

Nach den Alben ist vor dem Album (KW18-20/2018)

Die 18 neuen Tracks für die kommenden Alben/Videos der Würzburger Tanz- & Cocktailband Musikstudenten wurden bereits Anfang des Jahres eingespielt. In den letzten Wochen haben Jan Hees und ich (DS) trotz örtlicher Distanz intensiv am Mix gearbeitet. Das bedeutet, dass Jan Hees einen ersten Mix von allen Tracks erstellt und an mich übermittelt. Ich höre mir dann alle Mixe auf mindestens drei verschiedenen Abspielsystemen durch (iMac, Aktivbox, Kopfhörer), mache dabei Notizen und versende im Anschluss eine Liste mit Änderungswünschen. Diesmal haben wir nach fünf Komplettdurchläufen, zeitlich verteilt über mehr als einen Monat, nochmal die Grundidee in Frage gestellt und einen leicht modifizierten Ansatz mit mehr echten Raumanteilen gewählt. So kamen wir am Ende auf ganze neun Komplettdurchläufe (jedes Mal mindestens 3×18 Tracks durchhören). Weiterlesen

Landesgartenschau Würzburg 2018 & ich

In den letzten Tagen und Wochen wurde ich von verschiedenen Seiten mehrfach gefragt, ob ich als regionaler Musiker mit meiner Band bei der Landesgartenschau spielen würde. Meine Antwort: Leider nicht. Warum? Darüber kann ich nur spekulieren.

Die Landesgartenschau kam ja nicht überraschend und so war bereits früh klar, dass bei der ca. sechsmonatigen Großveranstaltung auch ein kulturelles resp. musikalisches Angebot präsentiert werden soll. Bereits im Frühjahr wurden deswegen von der verantwortlichen GmbH „LGS Würzburg 2018“ Institutionen und Vereine kontaktiert mit der Bitte entsprechende Angebote zu unterbreiten. Als ich davon hörte nahm ich als regionaler Musiker und Kulturförderpreisträger Kontakt auf und wurde an Ingolf Stöcker verwiesen. In einem Telefonat zeigt er sich optimistisch, denn meine offenkundigen Bezüge zur amerikanischen Musikkultur würden ganz wunderbar zur Geschichte des Areals (Leighton-Barracks) passen: USA, Militärgelände, GIs, Kasernen, Trucks, Ford Mustang, Hamburger und so, da wäre R&B, C&W und Americana doch ideal. Das fand ich auch, hörte sich gut an. Entsprechende Veranstaltungen seien geplant und inhaltlich schon formuliert. Ich solle mal ein schriftliches Angebot machen, dann würde das seinen offiziellen Lauf nehmen. Weiterlesen

Story: Gebet & Erleuchtung

Einmal in der Woche gebe ich Instrumentalunterricht im Nebenzimmer eines katholischen Gemeindehauses. Das Gebäude steht gegenüber einer kleinen Kirche und ist schon ziemlich alt. Einen eigenen Priester hat die Gemeinde schon lange nicht mehr, einige Wohnungen des großen Hauses wurden vermietet, aber der große Veranstaltungssaal mit Bühne, die volleingerichtete Küche und einige Nebenzimmer werden nur noch sehr, sehr selten benutzt. Weiterlesen

Foto: Impressionen zwischen Bad Kissingen, Hammelburg, Gemünden und Würzburg (2018), Teil 1

Am Freitag hatte ich gegen Mittag einen beruflichen Termin in Bad Kissingen und das habe
ich im Anschluss für eine längere Tagesradtour genutzt. Von Würzburg habe mich und mein Fahrrad erstmal mit der Regionalbahn in einer knappen Stunde über Schweinfurt nach Bad Kissingen fahren lassen, vorbei an ausgedehnten Feldern und blühenden Bäumen und Sträuchern. Vom etwas höher gelegenen Bahnhof ging’s in die Innenstadt zum Termin. Als das erledigt war und zog ich mich rasch um und fuhr zum Startpunkt der eigentlichen Tour runter zur Ludwigsbrücke an die fränkische Saale auf die andere Seite des Flusses, wo der offizielle Radweg beginnt.

Von da aus bin ich bei bestem Wetter und wenig Verkehr flussabwärts geradelt. Der Weg führte von Kissingen über Euerdorf nach Hammelburg, von da über Gräfendorf nach Gemünden. Bis dahin waren es bereits ziemlich genau 50km, das war weiter, als ich vorab geschätzt hatte. Die vielen Flusswindungen hatten die Strecke länger gemacht, als ich es auf der Karte abgeschätzt hatte, dazu kam das warme Wetter. Am Anfang der Strecke bewegte sich der Weg noch viel im Schatten, aber bald folgten ausgedehnte Abschnitte in der prallen Nachmittagssonne. Ich hatte leichtsinnigerweise nichts zu trinken dabei und musste ca. alle 90 Min. anhalten und mit Nachschub in einem Supermarkt beschaffen. Ich war ganz überrascht wie viel Durst ich hatte, insgesamt trank ich ca. 5 Liter Flüssigkeit und als ich abends zu Hause angekommen war hatte ich tatsächlich immer noch Durst!

In Gemünden angekommen, fuhr ich gleich weiter Richtung Süden bis nach Karlstadt und kam da auf der allerletzten Rille an. Ich machte 20 Min Pause am Marktplatz, dann ging’s über die Brücke auf die andere Mainseite in den willkommenen Schatten und weiter über Zellingen nach Margetshöchheim. Kleine Meditation am Mainufer, dann nahm ich meine letzten Kräfte zusammen und radelte die letzten Kilometer zurück nach Würzburg. War etwas zu weit für eine lockere Tagestour, die Sonne hat mir etwas meine Arme verbrannt, aber besonders der erste Teil der Strecke im Landkreis Bad Kissingen war wunderschön, idyllisch und auch etwas abgeschieden. Erst auf dem Mainradweg kamen mir die ersten Radler entgegen. Hier ein paar Fotos, Teil 2 folgt morgen!

Tour: Ochsenfurt – Schillingsfürst, Dinkelsbühl – Rothenburg – Würzburg (2018)

Anfang vergangener Woche habe ich zwei kleine Radtouren unternommen um mich nach dem langen Winter auf die neue Saison und eine längere Strecke vorzubereiten. Am Freitag von Würzburg nach Dinkelbühl, am nächsten Tag wieder zurück. Ich fühlte mich allerdings noch nicht ganz fit und entschied daher zur Entlastung die ersten 20km nach Ochsenfurt mit der Regionalbahn zu fahren, dort traf ich bei schönstem Sonnenschein, aber kühler Temperatur auf meinen Mitfahrer A.

Vom Bahnhof ging’s direkt zum Gaubahnradweg, der nach einem leichten Anstieg entlang einer umgebauten ehemaligen Bahnstrecke durch den Ochsenfurter Gau bis nach Bieberehren im Taubertal führt. Sobald wir die Anhöhe erklommen hatten, wehte uns ein unangenehm kalter Gegenwind direkt ins Gesicht. Und das sollte die komplette weitere Fahrt so bleiben. Bis nach Creglingen ging’s ganz gut, dann spürte ich langsam die Kräfte schwinden. Bis Rothenburg fuhr ich auf der Straße im Windschatten meines Tourpartners, dort hatten wir etwas mehr als die Hälfte geschafft und legten bei Kaffee & Kuchen eine kleine Pause ein.

Ich war von dem Gegenwind und der Kälte ziemlich erschöpft und nahezu appetitlos, was sehr ungewöhnlich für mich ist, ging dann aber irgendwie, also weiter, rauf zur Altstadt, von da aus über nahezu freies Feld und starkem Gegenwind weiter nach Diebach. Weiterlesen