Nach den Alben ist vor dem Album (KW18-20/2018)

Die 18 neuen Tracks für die kommenden Alben/Videos der Würzburger Tanz- & Cocktailband Musikstudenten wurden bereits Anfang des Jahres eingespielt. In den letzten Wochen haben Jan Hees und ich (DS) trotz örtlicher Distanz intensiv am Mix gearbeitet. Das bedeutet, dass Jan Hees einen ersten Mix von allen Tracks erstellt und an mich übermittelt. Ich höre mir dann alle Mixe auf mindestens drei verschiedenen Abspielsystemen durch (iMac, Aktivbox, Kopfhörer), mache dabei Notizen und versende im Anschluss eine Liste mit Änderungswünschen. Diesmal haben wir nach fünf Komplettdurchläufen, zeitlich verteilt über mehr als einen Monat, nochmal die Grundidee in Frage gestellt und einen leicht modifizierten Ansatz mit mehr echten Raumanteilen gewählt. So kamen wir am Ende auf ganze neun Komplettdurchläufe (jedes Mal mindestens 3×18 Tracks durchhören). Weiterlesen

Landesgartenschau Würzburg 2018 & ich

In den letzten Tagen und Wochen wurde ich von verschiedenen Seiten mehrfach gefragt, ob ich als regionaler Musiker mit meiner Band bei der Landesgartenschau spielen würde. Meine Antwort: Leider nicht. Warum? Darüber kann ich nur spekulieren.

Die Landesgartenschau kam ja nicht überraschend und so war bereits früh klar, dass bei der ca. sechsmonatigen Großveranstaltung auch ein kulturelles resp. musikalisches Angebot präsentiert werden soll. Bereits im Frühjahr wurden deswegen von der verantwortlichen GmbH „LGS Würzburg 2018“ Institutionen und Vereine kontaktiert mit der Bitte entsprechende Angebote zu unterbreiten. Als ich davon hörte nahm ich als regionaler Musiker und Kulturförderpreisträger Kontakt auf und wurde an Ingolf Stöcker verwiesen. In einem Telefonat zeigt er sich optimistisch, denn meine offenkundigen Bezüge zur amerikanischen Musikkultur würden ganz wunderbar zur Geschichte des Areals (Leighton-Barracks) passen: USA, Militärgelände, GIs, Kasernen, Trucks, Ford Mustang, Hamburger und so, da wäre R&B, C&W und Americana doch ideal. Das fand ich auch, hörte sich gut an. Entsprechende Veranstaltungen seien geplant und inhaltlich schon formuliert. Ich solle mal ein schriftliches Angebot machen, dann würde das seinen offiziellen Lauf nehmen. Weiterlesen

Story: Gebet & Erleuchtung

Einmal in der Woche gebe ich Instrumentalunterricht im Nebenzimmer eines katholischen Gemeindehauses. Das Gebäude steht gegenüber einer kleinen Kirche und ist schon ziemlich alt. Einen eigenen Priester hat die Gemeinde schon lange nicht mehr, einige Wohnungen des großen Hauses wurden vermietet, aber der große Veranstaltungssaal mit Bühne, die volleingerichtete Küche und einige Nebenzimmer werden nur noch sehr, sehr selten benutzt. Weiterlesen

Foto: Impressionen zwischen Bad Kissingen, Hammelburg, Gemünden und Würzburg (2018), Teil 1

Am Freitag hatte ich gegen Mittag einen beruflichen Termin in Bad Kissingen und das habe
ich im Anschluss für eine längere Tagesradtour genutzt. Von Würzburg habe mich und mein Fahrrad erstmal mit der Regionalbahn in einer knappen Stunde über Schweinfurt nach Bad Kissingen fahren lassen, vorbei an ausgedehnten Feldern und blühenden Bäumen und Sträuchern. Vom etwas höher gelegenen Bahnhof ging’s in die Innenstadt zum Termin. Als das erledigt war und zog ich mich rasch um und fuhr zum Startpunkt der eigentlichen Tour runter zur Ludwigsbrücke an die fränkische Saale auf die andere Seite des Flusses, wo der offizielle Radweg beginnt.

Von da aus bin ich bei bestem Wetter und wenig Verkehr flussabwärts geradelt. Der Weg führte von Kissingen über Euerdorf nach Hammelburg, von da über Gräfendorf nach Gemünden. Bis dahin waren es bereits ziemlich genau 50km, das war weiter, als ich vorab geschätzt hatte. Die vielen Flusswindungen hatten die Strecke länger gemacht, als ich es auf der Karte abgeschätzt hatte, dazu kam das warme Wetter. Am Anfang der Strecke bewegte sich der Weg noch viel im Schatten, aber bald folgten ausgedehnte Abschnitte in der prallen Nachmittagssonne. Ich hatte leichtsinnigerweise nichts zu trinken dabei und musste ca. alle 90 Min. anhalten und mit Nachschub in einem Supermarkt beschaffen. Ich war ganz überrascht wie viel Durst ich hatte, insgesamt trank ich ca. 5 Liter Flüssigkeit und als ich abends zu Hause angekommen war hatte ich tatsächlich immer noch Durst!

In Gemünden angekommen, fuhr ich gleich weiter Richtung Süden bis nach Karlstadt und kam da auf der allerletzten Rille an. Ich machte 20 Min Pause am Marktplatz, dann ging’s über die Brücke auf die andere Mainseite in den willkommenen Schatten und weiter über Zellingen nach Margetshöchheim. Kleine Meditation am Mainufer, dann nahm ich meine letzten Kräfte zusammen und radelte die letzten Kilometer zurück nach Würzburg. War etwas zu weit für eine lockere Tagestour, die Sonne hat mir etwas meine Arme verbrannt, aber besonders der erste Teil der Strecke im Landkreis Bad Kissingen war wunderschön, idyllisch und auch etwas abgeschieden. Erst auf dem Mainradweg kamen mir die ersten Radler entgegen. Hier ein paar Fotos, Teil 2 folgt morgen!

Tour: Ochsenfurt – Schillingsfürst, Dinkelsbühl – Rothenburg – Würzburg (2018)

Anfang vergangener Woche habe ich zwei kleine Radtouren unternommen um mich nach dem langen Winter auf die neue Saison und eine längere Strecke vorzubereiten. Am Freitag von Würzburg nach Dinkelbühl, am nächsten Tag wieder zurück. Ich fühlte mich allerdings noch nicht ganz fit und entschied daher zur Entlastung die ersten 20km nach Ochsenfurt mit der Regionalbahn zu fahren, dort traf ich bei schönstem Sonnenschein, aber kühler Temperatur auf meinen Mitfahrer A.

Vom Bahnhof ging’s direkt zum Gaubahnradweg, der nach einem leichten Anstieg entlang einer umgebauten ehemaligen Bahnstrecke durch den Ochsenfurter Gau bis nach Bieberehren im Taubertal führt. Sobald wir die Anhöhe erklommen hatten, wehte uns ein unangenehm kalter Gegenwind direkt ins Gesicht. Und das sollte die komplette weitere Fahrt so bleiben. Bis nach Creglingen ging’s ganz gut, dann spürte ich langsam die Kräfte schwinden. Bis Rothenburg fuhr ich auf der Straße im Windschatten meines Tourpartners, dort hatten wir etwas mehr als die Hälfte geschafft und legten bei Kaffee & Kuchen eine kleine Pause ein.

Ich war von dem Gegenwind und der Kälte ziemlich erschöpft und nahezu appetitlos, was sehr ungewöhnlich für mich ist, ging dann aber irgendwie, also weiter, rauf zur Altstadt, von da aus über nahezu freies Feld und starkem Gegenwind weiter nach Diebach. Weiterlesen

Den Beruf zum Hobby gemacht

Wenn andere Menschen aus irgendeinem Grund erfahren was ich so beruflich mache, höre ich immer wieder, ich könne mich glücklich schätzen, denn ich hätte mein Hobby zum Beruf gemacht und was gibt es schöneres etc. Aber das stimmt nicht, jedenfalls nicht so wie Leute, die so etwas äußern, es wahrscheinlich meinen. Die Wahrheit ist, ich habe nicht mein Hobby zum Beruf gemacht, ich habe meinen Beruf zum Hobby gemacht und zwar noch bevor ich ihn jemals ausüben konnte. Weiterlesen

USA: Burgers, Beer & Barrells

Das Schuljahr 1988/89 verbrachte ich als Austauschstudent in den USA. Im Laufe der 10. Klasse hatte ich mich an verschiedene Organisatoren gewandt und eine Art Auswahlverfahren durchlaufen. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass sie so gut wie jeden genommen haben, immerhin zahlte man für die Organisation des Aufenthalts gutes Geld. Es war dann irgendwann klar, dass es in den Sommerferien nach Ende des laufenden Schuljahrs losgehen sollte. Wir hatten Fotos von mir und meiner Familie gemacht und einen Fragebogen mit Angaben zu meinen Vorlieben und Hobbys ausgefüllt und waren gespannt welche US-amerikanische Familie sich für mich entscheiden würde. Ausgerechnet zu der Zeit gab es aber wohl mehr Bewerber als Gastfamilien und so dauerte und dauerte es. Das Schuljahr war zu Ende gegangen und immer noch hatte ich keine Ahnung, wo es in wenigen Wochen hingehen würde. Irgendwann kam dann doch die Nachricht. Ein junges, frisch verheiratetes Paar in der Kleinstadt South Point am südlichsten Ende des Bundesstaates Ohio würde mich aufnehmen. Er war Recruiting Sergeant der US Army, seine Gattin war Hausfrau. Zu einem Telefonat oder einer anderen Kontaktaufnahme kam es im Vorfeld nicht mehr. Ich packte meine Sachen, verabschiedete mich von Freunden und Familie und stieg in München Riem in den Flieger. Weiterlesen

Amazon Top 500 Rezensent

Seit Ende 2015 gehöre ich bereits zu den Top 1000 Rezensenten bei Amazon, vor einigen Tagen bin ich erstmals in die Top 500 gerutscht. Der genaue Platz kann sich zwar täglich ändern, ich habe mich aber in den hohen 400ern stabilisiert. Heute bin ich z.B. #499, also denkbar knapp unter der Schwelle. In den letzten Jahren habe ich insgesamt 346 Rezensionen zu Büchern und Musikalben veröffentlicht und dafür 1701 hilfreiche Bewertungen von anderen Kunden bekommen. Weiterlesen

Über Buttermilch

Gestern (20.02.2018) fand ich im Kühlschrank einen verschlossenen Becher Buttermilch mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 17.09.2017. Die Haltbarkeit war also offiziell seit ca. 5 Monaten abgelaufen. Ich öffnete den Deckel, der Inhalt sah ganz normal aus, roch auch okay, dann rührte ich um und die Konsistenz war auch nicht anders als sonst. Erst nahm ich einen kleinen Schluck, schmeckte wie immer, dann trank ich den kompletten Becher (500ml) aus. War lecker und mir geht es gut.

Achtung Aufnahme (KW07/2018)

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon mal so viel Material in so kurzer Zeit aufgenommen habe, wie in den letzten 2-3 Wochen. Schlagzeug und Kontrabass für zwei kommende Alben der Jazz- & Cocktailband Musikstudenten wurden bereits am Tag nach Hl. Drei Könige im Studio von Jan Hees in Bretten aufgenommen. Die Daten wurden aufbereitet und nun mussten noch die restlichen Parts, sprich Gesänge, Gitarre, Klavier, Saxophone und Trompeten für ganze 18 Tracks aufgenommen werden. Weiterlesen