Sommer der Schmerzen (KW35/2018)

Schon im Juni und Juli hatte ich latenten Druck im linken Oberkiefer gespürt, aber die Zahnärztin konnte nicht mal auf dem Röntgenbild was finden. Ich redete mir ein, dass das vielleicht mit der trockenen Hitze und einem persönlichen kleinen Durchhänger zu tun haben könnte. Anfang August wurde es dann schlimmer, der Druck wandelte sich zum dauerhaften Schmerz und Ibuprofen wurden zu meinem ständigen Begleiter. Pünktlich im Urlaub dann stechend-pulsierende Schmerzen, wie ich sie noch nie verspürt hatte. In der Nacht meiner Rückkehr habe ich trotz hoher Schmerzmitteldosis kein Auge zugemacht, Samstag zum zahnärztlichem Wochenenddienst, auch der war erstmal ratlos. Mit Antibiotikum und Schmerzmitteln konnte ich wenigstens das umfangreiche, musikalische Engagement am selben Nachmittag/Abend einigermaßen durchhalten. In der Woche darauf, bei einem erneuten Zahnarztbesuch dann Wurzelbehandlung, das war heftig, aber sorgte zügig für Entlastung. Ich war dankbar für eine andere Variante des Schmerzes, der sich aber bald verzog. Danach eine Woche Ruhe. Es war die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Weiterlesen

Foto: Impressionen zwischen Erlabrunn, Leinach und Greußenheim (2018), Teil 1

Bereits am Samstag bin ich eine für mich neue Feierabendtour mit dem Fahrrad abgefahren, die ich zuvor auf einer Radkarte ausgetüftelt hatte. Sie führt von Würzburg entlang des Mainradwegs bis Erlabrunn, von da in den hinteren Weinberg, über die Felder (mit Blick bis Retzbach) im weiten Bogen nach Leinach. Dann hinten rum zuerst steil bergauf, dann lang gestreckt bergab über die weiten Kornfelder nach Greußenheim. Dort hinter der Kirche raus aus dem Dorf führte der lückenhaft beschilderte, aber offizielle Radweg in die Liegenschaften der Religionsgemeinschaft „Universelles Leben“ und es tut sich ein auffällig anderes Landschaftsbild auf. Schön, aber irgendwie auch unwirklich. Von da weiter über einsame Felder und oberhalb von Margetshöchheim abwärts durch ein langgezogenes Wäldchen ins Maintal und zurück nach Wü. Könnte meine neue Stammstrecke werden (2h). Hier ein paar Fotos.

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Ein Jahr danach: Blogprojekt „Rundherum Main-Spessart“

Vor einem Jahr, am 7. Juli 2017, startete das regionale Blogprojekt Rundherum Main-Spessart. Im Auftrag des Regionalmanagements umrundete ich in knapp zwei Wochen den kompletten Landkreis. Die Erlebnisse und Begegnungen wurden in täglichen Blogeinträgen in Text, Fotos & Videos festgehalten. Einige Monate später entstand aus diesem umfangreichen Material ein Printmagazin mit ergänzenden Sachtexten (kostenlos erhältlich beim Regionalmanagement des LK).

Wer die damals entstandenen Texte (nach)lesen und Fotos & Videos betrachten will, kann das auf dem offiziellen Blog des Landkreises MSP tun. Alle Einzelartikel sind zusätzlich auch auf diesem Blog erschienen. Hier die entsprechenden Links:

Etappe 1 „Sinngrund“: Obersinn bis Fellen
Etappe 2 „Spessart Nord“: Fellen bis Wiesthal
Etappe 3 „Spessart Mitte“: Wiesthal bis Bischbrunn
Etappe 4 „Spessart Süd“: Bischbrunn bis Hasloch
Etappe 5 „Maintal“: Hasloch bis Homburg
Etappe 6 „Mainfränkische Platte“: Homburg bis Retzbach
Etappe 7 „Retztal, Werntal, Arnstein Süd“: Retzbach bis Binsbach
Etappe 8 „Arnstein Nord“: Binsbach bis Obersfeld
Etappe 9 „Bachgrund“: Obersfeld bis Weyersfeld
Etappe 10 „Saaletal“: Weyersfeld bis Obersinn

Mittendrin (KW26/2018)

Ende Mai wurden die beiden Alben „Graduation“ & „Celebration“ der Würzburger Tanz- & Cocktailband Die Musikstudenten veröffentlicht. Wenn man sich monatelang, in diesem Fall ein halbes Jahr, mit einer Produktion beschäftigt hat, ist der Veröffentlichungstermin ein vorläufiger Schlusspunkt und die Erleichterung darüber körperlich spürbar. Nicht umsonst heißt dieses Ereignis im englischen Sprachgebrauch „Release“, man kann bzw. muss endlich loslassen. Album und Tracks sind draußen, werden erstmals von anderen gehört, werden im besten Fall einen Eindruck hinterlassen, eine Wirkung entfalten. Sie befinden sind auf dem Weg und werden mit der Zeit ein Eigenleben entwickeln. Irgendwann später wird man ihnen als alte Weggefährten wiederbegegnen, vorläufig aber nur als Songmaterial, das ich regelmäßig als Bandmusiker singe und spiele, das reicht erstmal. Weiterlesen

Album: „The Repercussions of Joy & Pain“ von SouL Elements

Als ich am letzten Samstagmorgen vor die Tür trat um meinen Wagen für ein eigenes Konzert am Abend zu beladen, traf ich innerhalb kürzester Zeit eine Menge netter Nachbarn aus dem Viertel und hielt nacheinander kleine Schwätzchen ab. Zuerst mit einer indisch-stämmigen Südafrikanerin, direkt danach mit der Künstlerin Ines Schwerd und als drittes mit dem afro-amerikanischen Rapper SouL. Er wohnt schon lange im selben Stadtteil wie ich und immer wenn wir uns alle paar Monate mal sehen quatschen wir miteinander, obwohl wir uns eigentlich nur vom Sehen kennen. Diesmal drückte er mir am Ende unseres erquicklichen Gesprächs sein neuestes Album in die Hand. „The Repercussions of Joy & Pain“, ein Album mit 12 eigenen Tracks erschien Anfang des Jahres als CD, Download & Stream, produziert wurde mit Andreas „Wooshman“ Meyer. Weiterlesen

Nach den Alben ist vor dem Album (KW18-20/2018)

Die 18 neuen Tracks für die kommenden Alben/Videos der Würzburger Tanz- & Cocktailband Musikstudenten wurden bereits Anfang des Jahres eingespielt. In den letzten Wochen haben Jan Hees und ich (DS) trotz örtlicher Distanz intensiv am Mix gearbeitet. Das bedeutet, dass Jan Hees einen ersten Mix von allen Tracks erstellt und an mich übermittelt. Ich höre mir dann alle Mixe auf mindestens drei verschiedenen Abspielsystemen durch (iMac, Aktivbox, Kopfhörer), mache dabei Notizen und versende im Anschluss eine Liste mit Änderungswünschen. Diesmal haben wir nach fünf Komplettdurchläufen, zeitlich verteilt über mehr als einen Monat, nochmal die Grundidee in Frage gestellt und einen leicht modifizierten Ansatz mit mehr echten Raumanteilen gewählt. So kamen wir am Ende auf ganze neun Komplettdurchläufe (jedes Mal mindestens 3×18 Tracks durchhören). Weiterlesen

Landesgartenschau Würzburg 2018 & ich

In den letzten Tagen und Wochen wurde ich von verschiedenen Seiten mehrfach gefragt, ob ich als regionaler Musiker mit meiner Band bei der Landesgartenschau spielen würde. Meine Antwort: Leider nicht. Warum? Darüber kann ich nur spekulieren.

Die Landesgartenschau kam ja nicht überraschend und so war bereits früh klar, dass bei der ca. sechsmonatigen Großveranstaltung auch ein kulturelles resp. musikalisches Angebot präsentiert werden soll. Bereits im Frühjahr wurden deswegen von der verantwortlichen GmbH „LGS Würzburg 2018“ Institutionen und Vereine kontaktiert mit der Bitte entsprechende Angebote zu unterbreiten. Als ich davon hörte nahm ich als regionaler Musiker und Kulturförderpreisträger Kontakt auf und wurde an Ingolf Stöcker verwiesen. In einem Telefonat zeigt er sich optimistisch, denn meine offenkundigen Bezüge zur amerikanischen Musikkultur würden ganz wunderbar zur Geschichte des Areals (Leighton-Barracks) passen: USA, Militärgelände, GIs, Kasernen, Trucks, Ford Mustang, Hamburger und so, da wäre R&B, C&W und Americana doch ideal. Das fand ich auch, hörte sich gut an. Entsprechende Veranstaltungen seien geplant und inhaltlich schon formuliert. Ich solle mal ein schriftliches Angebot machen, dann würde das seinen offiziellen Lauf nehmen. Weiterlesen

Story: Gebet & Erleuchtung

Einmal in der Woche gebe ich Instrumentalunterricht im Nebenzimmer eines katholischen Gemeindehauses. Das Gebäude steht gegenüber einer kleinen Kirche und ist schon ziemlich alt. Einen eigenen Priester hat die Gemeinde schon lange nicht mehr, einige Wohnungen des großen Hauses wurden vermietet, aber der große Veranstaltungssaal mit Bühne, die volleingerichtete Küche und einige Nebenzimmer werden nur noch sehr, sehr selten benutzt. Weiterlesen