Album: „Colors“ von Augustin

Michael Regner ist ein umtriebiger Musiker aus dem Chiemgau. Er ist Schlagzeuger, Sänger und Gitarrist und studierte am nahegelegenen Mozarteum in Salzburg. Dort hat er auch die Mitmusiker kennengelernt mit denen er unter dem Bandnamen Augustin die Alben „Maybe I’ll Follow You There“ (2013) und „A New Definition of Home“ veröffentlicht hat. Inzwischen ist er als Songschreiber, Arrangeur und Produzent aktiv und hat die Musik für mehrere Filme komponiert und produziert.

Für die Musik am aktuellen Film „303“ von Hans Weingartner hat Regner nun Band und filmmusikalische Aufgaben zusammengebracht. Am 19. Juli startet der Film in den deutschen Kinos, einen Tag später erscheint das dritte Album der Band. Drei von den insgesamt zwölf Songs des neuen Albums wurden für den Film produziert und kommen darin zum Einsatz. Am markantesten ist wohl „Magnet Balls“ mit der charismatischen Sängerin Jana Iris, die auch an weiteren Songs mitwirkt. Das Album trägt den Titel „Colors“ und das Cover ist in erdigen, querlaufenden Farben gestaltet. Farbig und Facettenreich, trotzdem schnörkellos und immer sanft geerdet ist dann auch, was man darauf zu hören bekommt.

Wie die zuvor erschienen Alben von Augustin basieren die Songarrangements auf Gesang und Gitarre, eingebettet in feine, unaufdringliche Streichersätze bestehend aus Geige, Cello und Kontrabass. Durch die tragende, akustische Besetzung wirkt die Musik wie von Zeit und Ort losgelöster Folk, wird dabei aber nie nervig oder unnötig virtuos, sondern entwickelt von Lied zu Lied eine sehr direkte, unprätentiöse und eigenwillige Ästhetik. Regner zeichnet für Songwriting, Arrangements und Produktion verantwortlich und am Ende kann selbst sein akzentbehaftetes Englisch den Zauber dieser herausragenden Produktion nicht trüben.

Von diesem talentierten und fleißigen Musikmacher werden wir in den kommenden Jahren hoffentlich noch viel zu hören bekommen. Musik für’s (Kopf-)Kino! Dicke Empfehlung. Wer zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will geht ins Kino, danach wird man auch das Album haben und hören wollen.

Hier das Video zum Song „Magnet Balls“:

Und hier der Trailer zum Film „303“ von Hans Weingartner:

Call of Sound (KW29/2018)

Seit der Veröffentlichung der beiden Alben „Graduation“ & „Celebration“ habe ich für die Würzburger Sängerin Sandra Buchner den Song „Another Love“ eingespielt und produziert. Am Wochenende wurde dazu ein Musikvideo veröffentlicht. Weiterhin dran bin ich am kommenden Track des Würzburger Liedermachers Simon-Philipp Vogel, Instrumente sind bereits eingespielt, ich werde noch Backings einsingen, kann nicht mehr allzu lange dauern.

Für mein eigenes, kommendes Album „I’m still here“ wurden von Jan Hees bereits das Schlagzeug eingespielt. Klingt alles sehr gut, aber noch sehr ungewohnt, es fehlen ja auch noch etliche Instrumente und amtliche Gesänge. Aber schon jetzt beginnen die Songs bzgl. Arrangement eine andere Gestalt anzunehmen, als sie in den vergangenen Wochen und Monaten in meinem Kopf hatten. Ich habe also etwas Zeit gebraucht um mich auf die neu entstandene Interpretation einzulassen. Es ist frisch, fett und frei, hochenergetisch mit traditionellen und hochmodernen Anteilen. Ich habe mich nun diese Woche aufgemacht entsprechende Sounds auf der Gitarre zu suchen. Dafür habe ich folgende Gerätschaften angeschafft, ausgepackt oder aus dem Keller geholt:

Effektgeräte: Whammy Pitch Shifting Pedal, Boss Super Octave OC-3, POG nano, Big Muff Pi, Soul Food, Lehle 1@3 Splitter, Amps: Fender Blues Junior, Fender Hot Rod Deluxe, Vox AC-30, Gitarren: Fender Strat & Telecaster, Guild X-160. Weiterlesen

Video: „Another Love“ von Sandra Buchner

Im Frühjahr 2018 erschien erst das EP-Album „Zero Pop“ mit fünf Popsongs der Nuller-Jahre und in der Folge mehrere Musikvideos zu einzelnen Tracks des Albums. Nun hat die emsige Würzburger Sängerin Sandra Buchner einen neuen Singletrack für die Sommerflaute nach dem WM-Finale nachgelegt.

„Another Love“ ist ursprünglich eine Klavierballade des englischen Singer-Songwriters Tom Odell und wurde auf dem Album „A Long Way Down“ (2013) veröffentlicht. Wir haben kurzerhand das Klavier durch eine Gitarre ersetzt. Weitere Instrumente sind: Glockenspiel, verzerrtes Clavichord, Floortom, echte Crash- & Ridebecken, Basssynth und eine 808 Bassdrum. Alle Vocals stammten von Sandra Buchner, Arrangement von Dennis Schütze, Mix und Master von Jan Hees. Enjoy!

Album: „Risha“ von David Eugene Edwards & Alexander Hacke

Der US-amerikanische Sänger, Songschreiber und Musiker David Eugene Edwards und der deutsche Instrumentalist und Produzent Alexander Hacke haben das Album „Risha“ veröffentlicht. Edwards startete seine Karriere Mitte der 1990er mit der Band 16 Horsepower, ab 2002 war er parallel Frontmann der Band Wovenhand. Er ist fundamental-christlich geprägt, seine Texte handeln oft von Schuld, Sühne, Gnade und Verdammung. Seine Musik umfasst Elemente aus Folk, Bluegrass, Gospel und Alternative Rock und wurde gelegentlich als Gothic-Country bezeichnet. Hacke ist Komponist von Filmmusik, Schauspieler und seit 1994 Gitarrist der deutschen Experimentalband Einstürzende Neubauten. Weiterlesen

Mittendrin (KW26/2018)

Ende Mai wurden die beiden Alben „Graduation“ & „Celebration“ der Würzburger Tanz- & Cocktailband Die Musikstudenten veröffentlicht. Wenn man sich monatelang, in diesem Fall ein halbes Jahr, mit einer Produktion beschäftigt hat, ist der Veröffentlichungstermin ein vorläufiger Schlusspunkt und die Erleichterung darüber körperlich spürbar. Nicht umsonst heißt dieses Ereignis im englischen Sprachgebrauch „Release“, man kann bzw. muss endlich loslassen. Album und Tracks sind draußen, werden erstmals von anderen gehört, werden im besten Fall einen Eindruck hinterlassen, eine Wirkung entfalten. Sie befinden sind auf dem Weg und werden mit der Zeit ein Eigenleben entwickeln. Irgendwann später wird man ihnen als alte Weggefährten wiederbegegnen, vorläufig aber nur als Songmaterial, das ich regelmäßig als Bandmusiker singe und spiele, das reicht erstmal. Weiterlesen

Ich mache u.a., was ich immer tun wollte

Mit 16, 17 Jahren war mein Traum in einem Tonstudio eigene Aufnahmen machen zu können. Seitdem sind viele Jahre vergangen. Letzten Monat habe ich mit „Graduation“ & „Celebration“ der Musikstudenten mein 36. und 37. Album als Produzent und Musiker veröffentlicht, ich arbeite an meinem kommenden Soloalbum, nebenbei produziere ich Einzeltracks für regionale Künstler. Ich schreibe, arrangiere, singe und spiele verschiedene Instrumente ein und veröffentliche die Ergebnisse (zum Teil sind sie weltweit erhältlich). All das mache ich seit mehr als zehn Jahren in meinem eigenen Projektstudio in einem Zimmer meiner Wohnung. Ich kann loslegen, wann immer ich will, ich kann tun (und lassen), was immer ich will. So gesehen bin ich dem Traum meiner Jugend ziemlich nah gekommen, genaugenommen habe ich ihn sogar deutlich übertroffen. Hätte mir jemand vor drei Jahrzehnten gesagt, dass ich ca. 30 Einzelmusiktitel im Jahr produziere und 2-3 Alben veröffentliche, hätte ich das nicht geglaubt. Hätte man mir dann gesagt, dass man davon nicht im Ansatz seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, hätte ich ihn für verrückt erklärt, aber das nur nebenbei.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man sich erreichbare Ziele setzen soll und wenn die erreicht sind, kann man sich freuen und sich das nächste Ziel setzen. Das wäre eine gute Voraussetzung um voranzukommen und zufrieden zu sein. Ich mache u.a., was ich immer tun wollte. Das ist erstmal etwas Schönes. Vielleicht wäre jetzt die Zeit mir ein neues Ziel zu setzen. Da fällt mir ein, es gab auf dem langen Weg bereits andere Ziele, die ich verfolgt und zum Teil erreicht habe. Erreicht habe ich viele von den Zielen, deren Umsetzung ich alleine in der Hand hatte. Gescheitert bin ich meist dann, wenn ich von anderen abhängig war oder mich von anderen abhängig gemacht habe. So gesehen war es also ein entscheidender Schritt nicht mehr in Studios anderer zu gehen um Aufnahmen zu machen, sondern mich zu emanzipieren, Ausrüstung zu kaufen, Erfahrungen zu machen und selbständig zu produzieren.

Einziges Problem ist, dass die Ergebnisse, also die fertig produzierte Musik, immer weniger Menschen interessiert. Das liegt nicht an der minderen Qualität oder größeren Quantität, es liegt einfach daran, dass sich die Zeiten und damit Geschmack und Konsumgewohnheiten verändert haben. Man sollte das nicht persönlich nehmen. Einzig entscheidend ist die Frage, ob man das tut, was man für richtig hält, das, was man tun will. Und meine Antwort darauf ist: Ja, das tue ich, nicht ausschließlich, aber u.a.

Simon-Philipp Vogel über „Graduation“ & „Celebration“

Seit 2013 betreibt der Würzburger Liedermacher Simon-Philipp Vogel einen eigenen Blog. Dem hat er gerade ein neues Layout verpasst, zusätzlich zu den Textbeiträgen werden in Zukunft auch regelmäßig selbstproduzierte Podcasts veröffentlicht. Zum konzeptuellen Neustart wurde u.a. eine Kurzkritik zum Doppelrelease der Würzburger Tanz- & Cocktailband Musikstudenten verfasst:

„Zwanzig Jahre haben die ‚Musikstudenten‘ nun schon auf dem Buckel und man könnte augenzwinkernd sagen, dass die Musiker nach vierzig Semstern nun endlich mal den Abschluss erreicht haben sollten. Dass die ewigen Studenten jedoch längst den Lehrlingsschuhen entwachsen sind, haben Sie nun wieder unter Beweis gestellt. Dem Bandjubiläum folgend wurde daher nicht gekleckert, sondern gleich geklotzt. Ein Doppelalbum sollte es sein, das zuerst den fiktiven Abschluss vorgibt (Graduation) um dann die Feierlichkeiten einzuläuten (Celebration).
Die Männer um Frontmann Dennis Schütze spielen dabei in alter Studentenmanier wieder Klassiker, Evergreens und aktuelle Hits in der gewohnten Besetzung (Gitarre, Schlagzeug, Kontrabass und Blasinstrumente) ein. Dabei geht einem das altbekannte “What a wonderful World” genauso gut ins Ohr, wie Ed Sheerans aktueller Hit “Shape of you”. Persönlich treffen die aktuellen Hits meinen Geschmack sogar mehr, da es den allzeit Akademikern wunderbar gelingt den Radiopop der heutigen Zeit in die klassische Besetzung zu übertragen. Das wirkt geradezu neu und man entdeckt die beinahe totgespielten Lieder wieder. “Every day discovering something brand new”, wie es Ed Sheeran formulieren würde.
Ganz besonders in mein Herz gespielt haben sich dann noch “Hungry Heart” von Bruce Springsteen und “Summer in the City” von The Lovin‘ Spoonful. Die beiden Nummern gehen den Studenten so leicht von der Hand, dass es eine wahre Freude ist.“

Simon-Philipp Vogel

Musikalben, die ich gerade höre (Juni 2018)

Hier eine Liste von Musikalben, die im Juni 2018 mein Interesse geweckt haben und die ich gerade höre (in nicht hierarchischer Reihenfolge).

Aktuell:
Lake Street Dive: „Free Yourself Up“ (2018)
Old Crow Medicine Show: „Volunteer“ (2018)
Ry Cooder: „The Prodigal Son“ (2018)

Wiederentdeckt:
Roy Orbison: „Roy Orbison Sings Lonely and Blue“ (1961)
Scrapper Blackwell: „Mr. Scrapper’s Blues“ (1962)
Dolly Parton „Jolene“ (1974)
Reef: „Glow“ (1997)

Album: „The Repercussions of Joy & Pain“ von SouL Elements

Als ich am letzten Samstagmorgen vor die Tür trat um meinen Wagen für ein eigenes Konzert am Abend zu beladen, traf ich innerhalb kürzester Zeit eine Menge netter Nachbarn aus dem Viertel und hielt nacheinander kleine Schwätzchen ab. Zuerst mit einer indisch-stämmigen Südafrikanerin, direkt danach mit der Künstlerin Ines Schwerd und als drittes mit dem afro-amerikanischen Rapper SouL. Er wohnt schon lange im selben Stadtteil wie ich und immer wenn wir uns alle paar Monate mal sehen quatschen wir miteinander, obwohl wir uns eigentlich nur vom Sehen kennen. Diesmal drückte er mir am Ende unseres erquicklichen Gesprächs sein neuestes Album in die Hand. „The Repercussions of Joy & Pain“, ein Album mit 12 eigenen Tracks erschien Anfang des Jahres als CD, Download & Stream, produziert wurde mit Andreas „Wooshman“ Meyer. Weiterlesen

Out now: „Graduation“ & „Celebration“ von Die Musikstudenten

Ab sofort sind die Alben „Graduation“ & „Celebration“ der Würzburger Tanz- & Cocktailband Die Musikstudenten auf allen gängigen Download- und Streamingplattformen erhältlich (iTunes, iTunes, amazon, amazon, spotify, etc.). Die Alben umfassen jeweils neun Tracks und über 30 Min. Spielzeit.

Nach der Gründung zu Studienzeiten feiert die Band im laufenden Jahr 2018 ihr 20-jähriges Bestehen. Ihre besondere Mischung aus internationaler Unterhaltungsmusik in akustischer Jazzcombo-Besetzung spielen sie bei Hochzeiten, Familienfeiern, Jubiläen, aber auch bei gediegenen Wein- & Straßenfesten, Kleinkunstbühnen und Jazzclubs im In- und Ausland (Frankreich, Österreich, Schweiz).

Zum Anlass des Bandjubiläums haben die junggeblieben Altstudenten ihren Zuhörern und nicht zuletzt sich selbst ein musikalisches Geschenk gemacht. Zum Jahresanfang haben sie in gut gelaunten Aufnahmesessions ihre Lieblingslieder der letzten zwei Jahrzehnte eingespielt und auf den zwei Alben „Graduation“ & „Celebration“ als Download und Stream veröffentlicht (Juni 2018). Hier die Tracklisten, Musikvideos werden im Verlauf der zweiten Jahreshälfte folgen.

Die Musikstudenten: Graduation
01 Bring It On Home (Sam Cooke)
02 Hallelujah, I love Her So (Ray Charles)
03 Crocodile Rock (Elton John)
04 The Sidewinder (Lee Morgan)
05 What A Wonderful World (Louis Armstrong)
06 Help me, Rhonda (Beach Boys)
07 Rhythm Of The Rain (The Cascades)
08 Mo‘ Better Blues (Branford Marsalis)
09 Love Yourself (Justin Bieber)

Die Musikstudenten: Celebration
01 Just A Gigolo (Louis Prima)
02 Faith (George Michael)
03 Hungry Heart (Bruce Springsteen)
04 Chitlins Con Carne (Kenny Burrell)
05 When You Say Nothing At All (Rowan Keating)
06 Summer In The City (The Lovin‘ Spoonful)
07 Sway (Dean Martin)
08 Tequila (The Champs)
09 Shape Of You (Ed Sheeran)

Musiker: Dennis Schütze (vocs, git, piano), Fritz Wenzel (sax),
Friedrich Betz (kbass), Dominik Raab (drums)
Musikalische Gäste: Thomas Nees (trumpet) & Jawed Iqbal (congas)
Arrangement, Aufnahmen & Produktion: Dennis Schütze, Mix & Master: Jan Hees