Ein idealer Tagesplan

Letzens sprach ich im Unterricht mit einer Schülerin darüber wie, wann und wie lange man am besten übt. Als Instrumentalpädagoge empfehle ich meistens 3-4 mal pro Woche (das ist realistisch) für 20-30 Minuten (das ist optimistisch), dabei unterscheide ich in Üben (Neues lernen, einüben, auswendig lernen) und Spielen (Erarbeitetes wiederholen, Repertoirepflege, rumprobieren). Während des Gesprächs stellte ich im Rückblick auf meine eigenen Arbeitsgewohnheiten fest, dass es für bestimmte Tätigkeiten günstige und ungünstige Tageszeiten gibt. Weiterlesen

Noten: „Schumann for Guitar“ von Martin Hegel (Hg.)

Robert Schumann zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Figuren der deutschen Romantik. Er wurde 1810 in Zwickau geboren und wirkte als Komponist, Musikkritiker und Dirigent. Sein kompositorisches Werk umfasst Klaviermusik, Lieder, Orchestermusik (vier Sinfonien), Kammermusik, Chormusik und eine Oper. Er bezeichnete sich selbst als Tondichter und strebte nach einer zukunftsträchtigen, poetischen Musik. Nach einem Leben, das von etlichen persönlichen Krisen geprägt war, starb er 1856 nach einem missglückten Selbstmordversuch in geistiger Umnachtung in einer Anstalt in Endenich bei Bonn. Weiterlesen

Noten: „2 Finger Banjo“ von Sebastian Schröder (2)

Mit seinem Buch „Banjo spielen!“ hat Sebastian Schröder im Jahr 2016 ein wohl informiertes und beeindruckend umfangreiches Debut für Selbststudium und Unterricht vorgelegt. Didaktisch aufbereitet und in angenehmen Ton werden hier  wesentliche Aspekte und stilbildende Spielweisen des Instruments verständlich und nachvollziehbar erklärt. Nach diesem allgemein Werk hat Schröder sich nun einem sehr speziellen Thema zugewandt. Es geht um den alten, fast schon archaischen Folkspielstil 2-Finger-Banjo, der neben Clawhammer und Bluegrass/Scruggs geradezu ein Nischendasein fristet und das völlig zu Unrecht, denn es handelt sich dabei um eine einfache, aber dennoch sehr effektive Spielweise. Weiterlesen

Foto: Brüko Ukulelen, Kitzingen (3)

Kurz vorm Osterfest mal wieder zu Besuch beim Ehepaar Pfeiffer in der Brüko Ukulelen Manufaktur in Kitzingen. Wir haben viele Modelle angespielt u.a. auch mehrere brandneue Prototypen (Pineapple, Skull-Island). Am Ende habe ich mir eine Albino Sopran-Ukulele gekauft. Der Klang war so schön hell und glockig, ich konnte einfach nicht widerstehen.

Easy & Heavy (KW09-11/2018)

Die 18 Tracks für die kommenden Alben/Videos der Würzburger Tanz- & Cocktailband Musikstudenten sind komplett eingespielt und befinden sich derzeit mitten im Mix. Für kleine Probleme wurden Lösungen gefunden und die ersten Ergebnisse klingen vielversprechend. Ab jetzt wird in mühevoller Kleinstarbeit an den Feinheiten der Mixe gearbeitet, Track für Track, Durchlauf für Durchlauf. Erfahrungsgemäß sind ca. 8-10 Gesamtdurchläufe mit einzelnen Korrekturen erforderlich. Jeder Mix wird auf verschiedenen Abhören (einfache Anlage, gute Anlage, Kopfhörer) korrekturgehört und Auffälligkeiten notiert bzw. kommentiert. Jeder Durchlauf umfasst das Durchhören von mindestens 3x 18 Tracks, danach werden die Kritikpunkte in den Mix eingearbeitet, nach 2-3 Tagen Pause folgt der nächste Durchlauf, bis zum Schluss alles so gut wie eben möglich ist. Gegen Ende wird auch darauf geachtet, dass die Tracks ein einheitliches Gesamtbild abgeben, obwohl das in der heutigen Zeit vielleicht nicht mehr ganz so wichtig ist wie früher, weil Alben nur noch selten in der „richtigen“ Reihenfolge und am Stück angehört werden. Weiterlesen

Noten: „Die schönsten Lieder“ von Christine Busch (Hg.) und Frank Walka (Hg. & Ill.)

„Die schönsten Lieder“ erscheint in zwei Versionen: Einmal als gebundener, reich illustrierter Prachtband mit einfachen Versionen der Lieder (mit einfacher Melodie, Text und Akkorden) und zweitens als broschierter, schmalerer Begleitband mit ein- oder zweistimmiger Melodie, Text und auskomponierter Klavierbegleitung. Beide Versionen umfassen dieselben Lieder in derselben Reihenfolge und sind eine erweiterte Best-of-Kompilation der in den letzten Jahren erschienenen Liedersammlungen „Wiegenlieder“, „Kinderlieder“, „Volkslieder“, „Liebeslieder“ und Weihnachtslieder aus demselben Verlag. Etwa 50 neue / alte Lieder sind zu den bereits vorhandenen dazugekommen, zusammen sind es 166. Sortiert sind sie nach den Kapitelthemen Frühling, Sommer , Herbst und Winter, Liebe / Abschied, Freude / Leben / Kinder, Morgen / Abend, Advent, Weihnachten, Glaube / Gemeinschaft / Freundschaft. Weiterlesen

Noten: „2 Finger Banjo“ von Sebastian Schröder

Mit seinem Buch „Banjo spielen!“ hat Sebastian Schröder im Jahr 2016 ein wohl informiertes und beeindruckend umfangreiches Debut für Selbststudium und Unterricht vorgelegt. Didaktisch aufbereitet und in angenehmen Ton werden hier die wesentlichen Aspekte und stilbildende Spielweisen des Instruments verständlich und nachvollziehbar erklärt. Nach diesem allgemein angelegten Werk hat Schröder sich nun einem sehr speziellen Thema des Instruments zugewandt. Es geht um den alten, fast schon archaischen Folkspielstil 2-Finger-Banjo, der neben Clawhammer & Bluegrass/Scruggs geradezu ein Nischendasein fristet und das leider völlig zu Unrecht, denn es handelt sich um eine einfache, aber dennoch sehr effektive Spielweise. Weiterlesen

Essay: Instrumentalunterricht als Personal Coaching (3)

Fazit
Bei näherer Betrachtung der Beziehungsmodelle Lehrer/Schüler und Coach/Coachee bzw. Trainer/Klient lassen sich konstituierende Merkmale erkennen. Im Verlauf ist zu den zwei Modellen noch das traditionelle Verhältnis Meister/Lehrling dazu gekommen. Zusammengenommen decken die drei Varianten weite Teile der möglichen Ausprägungen eines dauerhaften Unterrichtsverhältnisses ab. Kombinieren lassen sie sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Grundstrukturen nicht, stehen also jedes für sich. Weiterlesen